Bänke für Steidl-Platz in Hamburg?

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Die CDU fordert, den Helmut-Steidl-Platz komplett fertig zu planen und zu gestalten Fotos: Glitz

Bezirksversammlung folgt CDU-Wunsch nach Planung

Von Rainer Glitz
Hamburg. „Das wirkt hier irgendwie lieblos“, sagt eine ältere Passantin zu ihrem Begleiter. Gemeint ist das Areal an den Bahnhofsarkaden in Rahlstedt. Gegenüber dem Neubau mit den markanten Säulen steht ein Kran, hier wird eine Sparkasse gebaut. Und auch der Helmut-Steidl-Platz, benannt nach einem bekannten Konditormeister aus Rahlstedt, selbst wirkt noch etwa kahl und unbelebt. Das findet auch die CDU und hat bei der aktuellen Sitzung der Wandsbeker Bezirksversammlung einen Antrag zur raschen Überplanung der Fläche gestellt.
Dabei geht es um den nordöstlichen Teil des Helmut-Steidl-Platzes: „Der anspruchsvollere Teil“, wie es im Antrag heißt. Die Einmündung des von der Bahn neu zu erstellenden Fußgängertunnels unter den Gleisen soll mit in die Planung einbezogen werden. Die Einmündung der Schweriner Straße in die Rahl-
stedter Bahnhofstraße und in den Helmut-Steidl-Platz soll angemessen gestaltet werden.
Es soll eine hinreichende Möblierung, also etwa Sitzbänke, und Fahrradständer geben. Die Einmündung des östlichen Teiles des Schrankenweges in die Hagenower Straße sollen die Planer ebenfalls in Angriff nehmen. Die Ergebnisse sollen dem Planungs- und dem Regionalausschuss Rahlstedt mitgeteilt werden, so der einstimmige Beschluss der Bezirksparlamentarier.
Auch die Bahnstrecke selbst stand in der Bezirksversammlung auf der Tagesordnung. Die Trasse für den geplanten Bau der S-Bahnlinie 4 soll unbedingt freigehalten werden, forderten SPD und Grüne in einem Debattenantrag. „Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen, es darf keine Beeinträchtigung der Trasse geben“, forderte der SPD-Verkehrsexperte Lars Kocherscheid-Dahm.
Der Osten Hamburgs brauche attraktive Angebote wie die S 4, um den Umstieg vom Auto auf die Schiene zu erleichtern, so die Grünen. Auch die CDU fordert die eigene S 4-Trasse, wies aber darauf hin, dass diese nur zum Preis eines erhöhten Güter- und Personenverkehrs von Skandinavien in Richtung Süden zu haben sei. Umso wichtiger sei vernünftiger Lärmschutz. Auch die Linke verwies auf das Problem des Güterverkehrs. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
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