Barsbütteler Schüler ausgezeichnet

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Im Rathaus wurde die Klasse 6 d der Erich Kästner Gemeinschaftsschule Barsbüttel für ihr Projekt „Blind sein“ mit einem Geldpreis geehrt. Rechts Bürgermeister Thomas Schreitmüller, daneben Schulleiter Hartmut Johann. Foto: zz
Barsbüttel. Das Schlimmste, was sich ein Mensch wohl vorstellen kann, ist sicherlich der Verlust seiner Sehkraft. Doch wie fühlen sich diejenigen, die mit dieser Erkrankung leben müssen und die eben nicht sehen können, wie schön, bunt und hell diese Welt ist und die mehr oder weniger auf die Hilfe von anderen angewiesen sind? Mit dieser Frage hat sich die Klasse 6 d der Erich Kästner Gemeinschaftsschule Barsbüttel (EKG) bei der zweiwöchigen Projektwoche beschäftigt. Die Schüler besuchten unter anderem in Hamburg den „Dialog im Dunklen“, bauten in der Schule einen Dunkelraum auf, befassten sich mit der Biologie der Augen und informierten sich auch über die Hilfsmittel, die es heute für Blinde oder stark Sehbehinderte gibt. Ihr Fazit: Viele sind Dank moderner Hilfsmittel nicht mehr so hilflos, sondern sie arrangieren sich mit ihrer Erkrankung und sie möchten auch nicht permanent bedauert oder als „Menschen zweiter Klasse“ angesehen werden.
„Nach diesen zwei Projektwochen haben wir aber auch selbst viel mehr Respekt vor den Mitmenschen, die unter anderen Voraussetzungen leben als diejenigen, die sehen können. Ja, wir bewundern sie sogar, wie sie mit dem Verlust ihres Augenlichtes umgehen und wie sie behandelt werden wollen“, sagten die Sechstklässler, als sie im Rathaus von Bürgermeister Thomas Schreitmüller für diese Arbeit mit einem Geldpreis für die Klassenkasse ausgezeichnet wurden.
Der Preis war vom Schulverein gestiftet worden. Eine Jury hatte insgesamt sieben Projekte mit Geldpreisen von insgesamt 1.500 Euro ausgezeichnet, wobei der erste Preis, 300 Euro. An die Klasse 6 d mit ihrem „Blindenprojekt“ ging. (zz)
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