Baupläne für Hamburger Feuerwehr

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Das Feuerwehrhaus wird Anfang 2015 denkmalgerecht umgebaut Foto: rg

Neue Fahrzeughalle an der Kuhkoppel. Altes Domizil wird denkmalgerecht saniert

Von Rainer Glitz
Berne Mit dem alten Löschteich direkt neben dem Feuerwehrhaus aus Holz und rotem Backstein wirkt die Gegend an der Kuhkoppel idyllisch, fast dörflich. Fast alle Häuser entstanden Mitte der 1920er Jahre, so auch das denkmalgeschützte Gebäude mit dem markanten Turm zum Trocknen der Schläuche.
Was schön aussieht, ist für die Freiwillige Feuerwehr Berne mit ihren modernen Löschfahrzeugen allerdings mehr als unpraktisch: Die in den 70er Jahren an das historische Gebäude angebaute Fahrzeughalle ist viel zu eng. Die Kameraden der Freiwilligen Wehr können sich erst umziehen, wenn die Fahrzeuge hinausgefahren sind. In eines der beiden Löschfahrzeuge kann man nur über die Beifahrerseite einsteigen. Auch die Anforderungen in Sachen Unfall- und Gesundheitsschutz werden nicht mehr erfüllt.
„Die beengten Zustände, unter denen die Freiwillige Feuerwehr Berne arbeiten muss, sind nicht mehr akzeptabel“, sagt der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Lars Pochnicht. Die Stadt habe viel zu lange viel zu wenig in die bestehende Infrastruktur investiert. Das soll sich nun ändern, wie Pochnicht mit einer Kleinen Anfrage vom Senat erfuhr.
Insgesamt 4,5 Millionen Euro stellt die Stadt für die Freiwilligen Wehren zur Verfügung. „Mit einem Teil dieser Mittel kann jetzt ein neues Feuerwehrhaus für unsere Berner Wehr errichtet und das alte Haus denkmalgerecht umgebaut werden“, begrüßt der SPD-Abgeordnete. Auch Wehrführerin Natascha Wronski freut sich über die Nachricht. „Die Fahrzeuge sind in den vergangenen Jahrzehnten immer größer geworden, unsere Halle aber nicht.“ 750.000 Euro stehen dafür zur Verfügung, Baubeginn soll Anfang des kommenden Jahres sein.
Im ersten Bauabschnitt soll eine komplett neue Fahrzeughalle mit Umkleideraum und Toiletten auf dem Grundstück an der Kuhkoppel errichtet werden. Der Löschteich bleibt dabei, etwas verkleinert, erhalten und die Fassade des Neubaus soll dem Charakter der Berner Siedlung angepasst werden. Im zweiten Bauabschnitt werden dann die Anbauten abgerissen und das historische Gebäude wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. An der Giebelseite erhält das Haus ein traditionelles Flügeltor.
Die in den 80er Jahren eingerichteten Unterrichts-, Aufenthalts- und Büroräume im Dachgeschoss „entsprechen den Anforderungen an ein zukunftsfähiges Feuerwehrhaus“, heißt es in der Senatsantwort – sie bleiben erhalten. Der Dienstbetrieb der Freiwilligen Feuerwehr Berne soll durch den Umbau nicht beeinträchtigt werden. Wie lange es bis zur Einweihungsparty dauert, ist noch unklar.

Die Freiwillige Feuerwehr Berne besteht seit 92 Jahren und wird - hamburgweit einmalig - von einer Frau geführt. Die aktuell 25 Aktiven fahren durchschnittlich 70 Einsätze im Jahr. Die Jugendfeuerwehr wurde 1996 im Rahmen der 75-Jahr-Feier der FF Berne gegründet. 14 Jungen und ein Mädchen treffen sich wöchentlich im Feuerwehrhaus. ff-berne.de
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