„Baustein zur Energiewende“

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Den roten Knopf zur Inbetriebnahme des BHKW drückten: Udo Bottländer v.l. , Personalvorstand der Hanse Werk-Gruppe, Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan und Entwickler Oliver Klitzke der Herstellerfirma GE Foto: wb

Blockheizkraftwerk versorgt 6000 Haushalte mit Wärme und stößt weniger CO2 aus

Von Birgit Maurer
Stapelfeld
Die Geräuschkulisse stieg merklich an, nachdem Udo Bottländer, Personalvorstand der Hanse Werk-Gruppe, Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) und Entwickler Oliver Klitzke der Herstellerfirma GE gemeinsam den roten Knopf gedrückt und damit das größte und leistungsstärkste Blockheizkraftwerk (BHKW) der Metropolregion Hamburg in Betrieb genommen hatten „Das ist eine Anlage mit einer ganz neuen Dimension und ein wichtiger Baustein zur Energiewende“, so Senator Kerstan. Denn mit dem BHKW werden künftig 60 Prozent der CO2 Emissionen, etwa 11.000 Tonnen jährlich, eingespart. Zum Vergleich: Ein normales kleines BHKW versorgt etwa 200 bis 300 Haushalte mit Heizwärme, die neue Anlage 6000 Haushalte. Das gleiche beim Strom: 21.500 Haushalte erhalten sicher ihren Strom, kleine Anlagen schaffen 1000 Haushalte.

Hamburg investierte 6,8 Millionen Euro


Regenerative Energie wird laufend ins Stromnetz eingespeichert, dann wird die Leistung des BHKW gedrosselt. Gibt es aber nicht genügend Einspeisung, etwa bei trübem Wetter, kann innerhalb von fünf Minuten die Stromproduktion hochgefahren werden. „Die neue Anlage trägt zur Stabilisierung des Stromversorgung bei“, so Kerstan, der besonders den Ausnutzungsgrad von 95 bis 97 Prozent hervorhob. 6,8 Millionen Euro hat sich die Hansestadt die Investition kosten lassen.Das BHKW hat eine Leistung von zehn Megawatt, kann pro Jahr über 76 Millionen Kilowattstunden Strom und bis zu 80 Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugen. Herzstück ist der Gasmotor „JenbacherJ920 Fextra“, der weltweit erst acht Mal ausgeliefert wurde. Im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme können 60 Prozent der CO2 Emissionen eingespart werden.
Das BHKW wurde auf einem Teilstück des Geländes der Stapelfelder Müllverbrennung erbaut, das Hamburg gekauft hat. Es ist für die Versorgung der Hamburger Bevölkerung gedacht. Für die Stapelfelder Wärmeversorgung ändert sich dadurch nichts. „Wie werden weiterhin bis Ende 2016 durch einen Direktvertrag mit der MVA versorgt. Die Verhandlungen für die Zeit danach laufen“, so der Stapelfelder Bürgermeister Jürgen Westphal.
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