„Begeistert vom Engagement“

Anzeige
Christine Garbe ist Wandsbeks Flüchtlingskoordinatorin Foto: rg

Wandsbeks Flüchtlingskoordinatorin zieht erste Bilanz

Bezirk Wandsbek „Es gibt viele gut organisierte Initiativen rund um die Flüchtlingsunterkünfte, die Helfer sind sehr engagiert und gut informiert“, sagt Christine Garbe auf die Frage nach ihrem ersten Eindruck der Flüchtlingshilfe in Wandsbek. Über Twitter und Facebook sind die Ehrenamtlichen gut vernetzt. „Senioren nutzen das Internet weniger und rufen dafür hier an“, erzählt die Flüchtlingskoordinatorin. So habe das Telefon in ihrem kleinen Büro mit Blick auf den Innenhof des Wandsbeker Bezirksamtes von Beginn an kaum stillgestanden. Sie vermittelt Interessierte weiter, aber auch Migranten, die als Dolmetscher arbeiten wollen. „Es hat sich inzwischen im Bezirk herumgesprochen, dass es eine Flüchtlingskoordinatorin gibt“, ist sich Garbe sicher.

Positive Multiplikatoren


Die 53-jährige Sozialpädagogin hat bereits einige Erfahrung gesammelt. Seit 1988 ist sie im Bezirksamt Wandsbek tätig, zunächst in der Flüchtlingsberatung im Allgemeinen Sozialen Dienst, später als Abteilungsleiterin, zuletzt als Regionalleiterin im Jugendamt. „Die Ehrenamtlichen sind positive Multiplikatoren in den Stadtteilen“, sagt Garbe. Diese Helfer zu motivieren und bei der Stange zu halten, ist ein Teil ihrer Arbeit. Der andere ist die Vernetzung der Initiativen. So gab es bereits ein Treffen mit den Sprechern. Themen waren unter anderem die Fortbildung der Helfer, die Kooperation mit den Betreibern der Unterkünfte, aber auch Deutschkurse oder die Jobvermittlung. Und natürlich die finanzielle Unterstützung der freiwilligen Arbeit. „Mein Ziel ist ein Austausch in ganz Wandsbek“, sagt Garbe. So werde gerade diskutiert, ob jeder Stadtteil eine eigene Kleiderkammer braucht. Profis und Ehrenamtliche zusammen zu bringen, ist für sie eine weitere wichtige Aufgabe. Häufig fehlen Räume für die Flüchtlingsarbeit außerhalb der Einrichtungen. Ein Schwerpunkt für die Wandsbeker Flüchtlingskoordinatorin wird künftig Meiendorf mit dem neuen Einreisezentrum im Gewerbegebiet Bargkoppelweg sein. Aber auch in Jenfeld will sie mit den Menschen ins Gespräch kommen. Begegnung sei alles, sagt Christine Garbe. „Ich bin ganz begeistert vom Engagement in Wandsbek, die Arbeit macht mir viel Spaß“, so ihr Fazit nach zwei Monaten. (rg)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige