Behütet schlafen

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(v.li.) Angela Jordan und Gerd Horn vom Kinderbauernhof Kirchdorf, mit flotter Kappe Modistin Ulli Meins, Hermann Jacobs vom Trägerverein der ‚Stettin‘, Thorsten Schulze vom Hospital zum Heiligen Geist, Kojen-Pate Cord Wölke und Helga Oeffinger, die auf ihrem Hausboot Kojen anbietet. Foto: Krause

Wandsbeker Modistin stellt Betten für den Kirchentag

Von Franz-Josef Krause
Wandsbek. Es gibt im deutschen Sprachgebrauch einige Worte, die in besonderer Weise kirchlichen Bezug haben. ‚Behütet‘ ist eines davon. Im Evangelischen Gesangbuch findet sich das Lied 171, das in allen vier Zeilen die Bitte ‚behüte uns Gott‘ beinhaltet. Für das irdische Behüten von Damen auf höchstem modischem Niveau ist Ulli Meins zuständig. Die Modistin hat in Wandsbek-Hinschenfeld ihr Atelier. Bei ihrem Auftritt auf dem Dampf-Eisbrecher Stettin konnte Ulli Meins die flotte Kappe aus der eigenen Werkstatt sehr gut auf dem Kopf gebrauchen. Denn beim Fototermin auf dem ältesten, größten kohlebefeuertem Dampfschiff der Welt war der Winter gerade wieder dabei, die Welt ringsum in ein weißes Gewand zu hüllen. Es ging um Kojen – kostenlose, private Quartiere für rund 12.000 Besucher des Kirchentages Anfang Mai in Hamburg. „Fast 8000 Übernachtungsquartiere in Hamburg und Umgebung sind gefunden. Hamburg ist nicht nur gastfreundlich, sondern auch kreativ“, so Cord Wöhlke, Geschäftsführer von Budnikowsky und Pate der Privatquartierkampagne. Hoch hinaus dürfen die Gäste, die im Baumhaus des Kinderbauernhofs Kirchdorf schlafen werden. Bei Helga Oeffinger mit ihrem Hausboot in Geesthacht und in den Kojen auf der ‚Stettin‘ wird sich maritimes Feeling einstellen. Das Hospital zum Heiligen Geist in Poppenbüttel stellt 15 Unterkünfte für Menschen mit Behinderung zur Verfügung.
Im Atelier von Ulli Meins in Wandsbek werden sich die Kreativen unter den Kirchentagsbesuchern wohlfühlen. Sie schlafen inmitten von Hüten, die in dem an Bauhausstil anmutenden Gebäude entstehen. „An den Werktagen müssen meine Gäste nicht unbedingt den Wecker stellen“, erklärt Ulli Meins lachend „denn wenn mein Mann, der Möbeldesigner und Möbeltischler Sönke Meins, in seiner Werkstatt die Arbeit beginnt, dann ist es mit der Ruhe vorbei!“
„Behüte uns Gott“ heißt es im Lied Nr. 171. Das gilt natürlich für alle Menschen, nicht nur für die auf dem Kirchentag. Für die Gäste aber, die im Wandsbeker Modisten-Atelier ihre Kojen haben, heißt noch zusätzlich „Behüte uns Ulli Meins.“

Noch werden weitere Privatquartiere gesucht: Kojen-Hotline: Tel.: 430 93 1200
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