Bezirksamtsleiter: „Wohnungsbau funktioniert“

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Die Animation zeigt eine Anmutung des neuen Wohnquartiers „Jenfelder Au“ mit dem Kuehnbachteich Bild: West 8
 
Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff eröffnet die Konferenz

Auf der Jenfelder Au entstehen 770 Wohneinheiten, im Brauhausviertel rund 300 Wohnungen. Dort rollen demnächst die Bagger an

Von Klaus Schlichtmann

Rund 80 interessierte Bürger und Bürgerinnen fanden sich vergangene Woche im Bürgersaal ein, um an der „Wohnungsbaukonferenz Wandsbek“ teilzunehmen.

Unter dem Motto „Wandsbek - der unterschätzte Bezirk“ begrüßte zunächst Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff das Publikum, Referenten sowie Mitarbeiter aus den Fachämtern. „Unser Wohnungsbau-Programm im Bezirk funktioniert“ - das war die wichtigste Botschaft in seiner kurzen Ansprache, und er nannte gleich zu Beginn der Konferenz Beispiele: „Die Bebauung entlang der Wandse nimmt Gestalt an, und im neuen Quartier Brauhausviertel werden bald die Bagger anrücken!“
Wohnungsbau - das große kommunalpolitische Thema natürlich auch für Wandsbek, mit fast 420.000 Einwohnern Hamburgs größter Bezirk, größer als Bochum oder Lübeck! Nachdem Senat und Bezirksämter 2011 den „Vertrag für Hamburg Wohnungsneubau“ eingingen, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, hatte die Bezirksversammlung ein bezirkliches Wohnungsbau-Programm beschlossen - mit Erfolg: „Mit mehr als 4.200 Baugenehmigungen liegen wir im Drei-Jahres-Vergleich in der Spitzengruppe im Hamburger Wohnungsbau“, erklärt
Ritzenhoff. Allein im vergangenen Jahr seien es über 1.600 Wohneinheiten gewesen. Dabei muss man eine Besonderheit Wandsbeks bedenken: In kaum einem anderen Bezirk ist der Anteil der Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern so hoch wie hier, über 60 Prozent. In den vergangenen Jahren war der Bevölkerungs-Anstieg im Bezirk allerdings vergleichsweise moderat: zwischen 2008 und 2012 stieg die Einwohnerzahl um 1,5 Prozent (Hamburg insgesamt: 2,2 Prozent).

Neue Quartiere entstehen


Doch das wird sich in Zukunft ändern, denn in einigen Wandsbeker Stadtteilen entstehen neue Viertel und Quartiere.
Beispiel Brauhausviertel zwischen Wandsbeker Marktstraße und Mühlenteich. Jahrzehntelang führte dieses zentral gelegene und weitgehend gewerblich genutzte elf Hektar große Gebiet eine Art „Dornröschenschlaf“ - nach endlosen Diskussionen, Sondierungen und Planungen werden diese Pläne nun mit Hilfe von Investoren umgesetzt. Rund 300 Wohnungen sollen hier in den nächsten Jahren entstehen, dazu Gewerbe und Grünflächen.
Beispiel „Quartier Dorfgraben“ zwischen Bramfelder Chaussee und Fabriciusstraße: Hier sind rund 100 zum Teil seniorengerechte Wohneinheiten vorgesehen
Beispiel Siedlungsbereich Bredenbekkamp in Wohldorf-Ohlstedt: Hier in dieser ländlichen Umgebung wird eine ökologisch ausgerichtete und familienfreundliche Wohnbebauung mit ca. 60 Einheiten umgesetzt. Das größte Neubaugebiet allerdings entsteht in Jenfeld, auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne. Das Quartier „Jenfelder Au“ wird nach Fertigstellung rund 2.000 Menschen in 770 Wohneinheiten eine neue Heimat bieten, eingebettet in eine parkähnliche Landschaft mit eigenem Flusslauf und Teich.
Fazit: Durch die vielfältigen Flächenpotentiale in den so unter-schiedlichen Stadtteilen Wandsbeks wie die Walddörfer im Norden oder das citynahe Eilbek könnten in den kommenden Jahren theoretisch bis zu 7000 Wohnungen entstehen.
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