Brandruine muss weg

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Von der Rummelsburger Straße aus, sieht man fast nur noch den Dachstuhl.

Nachbarn fordern Abriss. Eigentümer meldet sich nicht

Von Hubert Bätz
Oldenfelde. In der Rummelsburger Straße gegenüber vom Gasthaus Oldenfelde ragen aus dichtem Grün die verkohlten Balken eines verbrannten Dachstuhls heraus, ansonsten sieht es hier aus wie bei Dornröschen. Allerdings freuen sich die Nachbarn nicht über das Grün der mehr als mannshohen Hecke und den Brombeerranken, die in ihre Gärten wuchern. „Am 1. Januar 2010 brannte es hier“, erklärt Axel Möller vom Bürgerverein Oldenfelde bei einem Ortstermin mit Nachbarn und Mitgliedern des Vereins. Das Bezirksamt Wandsbek ließ das Grundstück durch einen Zaun sichern, aber nach Angaben der Nachbarn, hält dies Jugendliche nicht davon ab, das Grundstück zu betreten. Nun haben kürzlich Nachbarn, die sich vom Gestank, von den Ratten und dem Wildwuchs belästigt fühlen, wieder an den Bürgerverein Oldenfelde gewandt und gebeten, sich beim Bezirksamt (BZA) für den Abriss der Ruine einzusetzen. Auch die Lokalpolitiker kümmern sich um das Thema. Die beiden Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Karl-Heinz Warnholz und Dr. Friederike Föcking haben sich schriftlich an den Leiter des Bezirksamtes Thomas Ritzenhoff (SPD) gewandt. Karl-Heinz Warnholz erklärte: „Dieser Schandfleck in Oldenfelde muss jetzt nach zweieinhalb Jahren endlich beseitigt werden, denn der marode Dachstuhl stellt besonders bei Sturm eine Bedrohung für die Anwohner dar.“


Eigentümer
nicht erreichbar
Der Besitzer, ein früherer Arzt, ist anscheinend nicht mehr fähig sich um Haus und Grund zu kümmern. Bei seiner Recherche brachte nun der Bürgerverein Oldenfelde in Erfahrung, dass der ältere Eigentümer des Hauses, wohnhaft in der Nähe Hamburgs, postalisch schlecht zu erreichen ist, und anscheinend Anschreiben des Bezirksamtes missachtet. Astrid Hennies vom Regionalausschuss Rahlstedt: „Hinter dem Fall steht ein tragisches persönliches Schicksal, wohl auch deshalb hatten Verfügungen und Zwangsmittel des Bezirksamts bislang nicht den gewünschten Erfolg.“
Bezirksamts-Sprecherin Ulrike Nowicki bestätigt das: „Das Bezirksamt kontrolliert das Grundstück laufend. Die letzte Besichtigung erfolgte Anfang August.“ Laut Bezirksamt läuft das eingeleitete Verfahren gegen den Eigentümer noch. Ein Zwangsgeld wurde bereits erhoben, bisher jedoch nicht bezahlt. Nowicki weiter: „Jetzt wird der Eigentümer erneut aufgefordert ordnungsgemäße Zustände auf seinem Grundstück herzustellen.“ Damit aber nicht wieder wertvolle Zeit verstreicht, und um der Dringlichkeit Nachdruck zu verleihen, wird jetzt ein weiteres Zwangsgeld erhoben.
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1 Kommentar
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Helge Koehler aus Rahlstedt | 06.04.2016 | 11:33  
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