CDU für Schutz der Gärten

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Grüne Idylle vor der Steilshooper Skyline: der Gartenbauverein Hinsch-Grund Foto: tel

Verein Hinsch-Grund hofft auf mehr Sicherheit. Jetzt ist Planungsausschuss gefragt

Steilshoop Die Pachtflächen des Steilshooper „Gartenbauvereins Hinsch-Grund“ sollen als Dauerkleingartengelände ausgewiesen werden. Das forderte der CDU-Bezirksabgeordnete Sandro Kappe auf der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne. Damit soll der Bestand des seit 82 Jahren bestehenden Kleingartengeländes mit seinen heute 180 Parzellen auf Dauer gesichert werden.

„Grüne Lunge“


Kappe: „Der Hinsch-Grund ist die grüne Lunge von Steilshoop. Leider ist die Kolonie noch nicht vollständig als Dauerkleingartengelände ausgewiesen.“ Das Gelände war bis 1969 noch um 90 Parzellen größer. Diese Flächen wurden dann für das Rückhaltebecken der Seebek benötigt sowie für Straßen- und Wohnungsbau umgewandelt. „Deshalb wünscht sich der Verein jetzt dauerhafte Sicherheit“, erklärte Kappe. Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Tietböhl (67) zum Wochenblatt: „Aktuell ist mir zwar kein Plan bekannt, der unseren Verein gefährden könnte. Aber man weiß ja nie.“ Dass das Gelände des Gartenbauvereins an der Seebek noch nicht vollständig durch Bebauungsplan gesichert ist, hat seine Ursache in der Nachkriegszeit: „Damals wurden sogenannte Behelfsheime für Wohnzwecke ausgewiesen“, berichtet Tietböhl, der selbst seit 33 Jahren zu den Hinsch-Grundlern gehört. „Die sind größer als die erlaubten 24 Quadratmeter unserer Lauben.“ Während in den Behelfsheimen gewohnt werden darf, ist das in den Kleingarten-Lauben nicht erlaubt. „Wenn der Besitzer eines Behelfsheimes verstirbt, wird das Haus abgerissen und die Parzelle dem Kleingartengelände zugeschlagen.“ Auf dem Hinsch-Grund gibt es noch fünf Behelfsheime. Der Name des Vereins geht übrigens auf die Bramfelder Landwirtsfamilie Hinsch zurück, die bereits in den 1920-er Jahren Flächen an Anhänger der sogenannten Schreber-Bewegung abgegeben hatte.

Änderung dauert


„Eine Änderung in den Bebauungsplänen wäre aufwändig und dauert mindestens fünf Jahre“, gab SPD-Mann Lars Kocherscheid-Dahm zu Bedenken. Der Regionalausschuss einigte sich schließlich auf eine Überweisung an den Planungsausschuss. (tel)
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