Das große Krabbeln in Farmsen

Anzeige
Sascha Sommerfeld mit zwei seiner aktivsten Mitbewohner, den Zwergagamen Foto: mdt

Reptilienbörse am Wochenende in Farmsen. Kritik von Peta

Bezirk Wandsbek Sascha Sommerfeld wohnt wohl in einer der exotischsten WGs von Hamburg. Der 46-Jährige lebt im Hamburger Stadtteil Horn mit 15 Bewohnern auf knapp 65 Quadratmetern. Nicht viel Platz aber immerhin hat jeder sein eigenes Zimmer.
Sascha Sommerfeld bezeichnet sich selbst als „Terrarist“. Sein ganzer Stolz ist Tom, ein zweijähriger Königspython. „Tom ist sehr ruhig, lässt sich anfassen und wickelt sich am liebsten um Arme,“ sagt Sascha Sommerfeld. Damit ist er nicht nur ein idealer WG-Partner, sondern auch ein Vorzeige-Köpy, wie der Königspython beim Terraristik-Stammtisch genannt wird. Am Wochenende veranstaltet Sommerfeld Hamburgs größte Reptilienbörse in der Eishalle Farmsen. An Infoständen können sich Besucher über die artgerechte Haltung der Terrarienbewohner informieren. Interessant ist für viele Terrarienbesitzer vor allem die Ausstattung kleiner Tierwelten. „Da gibt es nach oben keine Grenzen“, sagt Sascha Sommerfeld. Sein Teppichchamäleon wird beispielsweise alle paar Stunden durch feine Düsen mit Wasser besprüht, ein Knopfdruck reicht aus und die Dusche springt an.
Die vergangenen Reptilienbörsen wurden von der Tierschutzorganisation „Peta“ kritisiert. Die Organisation fordert ein Verbot solcher Veranstaltungen, weil der Stress für die Tiere tödlich sein kann und exotische Salmonellenarten eingeschleppt werden könnten. Sommerfeld entgegnet: „Wir achten sehr genau darauf, dass die Auflagen auf der Veranstaltung eingehalten werden und nehmen den Tierschutz sehr ernst. Natürlich stehen die Tiere unter Stress, das passiert auch bei jedem Transport. Wir sorgen aber dafür, dass sie vor Lärm und ungewohnten Temperaturen geschützt sind“, sagt Sascha Sommerfeld. Das Bezirksamt Wandsbek hat die Reptilienbörse unter einigen Auflagen genehmigt und angekündigt, am Wochenende vor Ort zu sein. (mdt)


Reptilienbörse, 9. August, 10 bis 15 Uhr, Eishalle Farmsen, Berner Heerweg 152, Eintritt: 6/4 Euro
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige