Das kommt an

Anzeige
vorn, v.li. Einige der engagierten Projektteilnehmer und die BFW-Mitarbeiter Ramona Hillermann , 2. v.li. und dahinter Jürgen Wenger sowie Carmen Latza-Bony, 3. v. re. Auf dem Foto fehlt BFW-Mitarbeiter Werner Heinelt. Foto: Christa Möller

Kostenlose Hilfe vom Stadtteil Service Wandsbek

Von Christa Möller
Wandsbek. Das BFW Vermittlungskontor in Farmsen ist ein Arbeitgeber der besonderen Art: Hier werden Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf für den Arbeitsmarkt qualifiziert und stabilisiert. BFW steht für Berufsförderungswerk und das Vermittlungskontor mit dem Stadtteil Service Wandsbek an der August-Krogmann-Straße 52 ist ein gemeinnütziges Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit Januar läuft das Projekt Stadtteil Service Wandsbek. Die etwa einhundert Teilnehmer aus ganz Hamburg kommen 15 bis 30 Wochenstunden zum Einsatz und haben auch verschiedene Werbeflyer für ihr Angebot, hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, selbst entwickelt. Sie erhalten 1,40 Euro pro Stunde als Aufwandsentschädigung.
„Wir kriegen immer noch Neuzugänge. Eigentlich ist das Projekt für ein Jahr ausgelegt. Danach können sich die Teilnehmer gestärkt und qualifiziert dem Arbeitsmarkt stellen, erläutert Mitarbeiterin Carmen Latza-Bony. Langzeitarbeitslose und Menschen „mit gewissen Vermittlungshemmnissen“ bezüglich Gesundheit, Alter oder Ausbildung werden hier gefördert. Zum Projekt gehört Rollstuhltraining ebenso wie Qualifikationskurse beispielsweise in Word, Deutsch als Fremdsprache und Sport inklusive Rückenschule sowie Bewerbungstraining. „Die Teilnehmer führen Buch und schreiben Wochenberichte, es kann auch sein, das jemand Telefondienst übernimmt.“ Neuzugänge werden bei ihren ersten Einsätzen begleitet, „oder die Teilnehmer unterstützen sich gegenseitig“. „Viele haben Erfahrung in dem Bereich“, weiß Carmen Latza-Bony. Sie begleiten bei Arzt- oder Friseurbesuchen oder Behördengängen, beim Spazieren gehen oder beim Einkaufen. Sie spielen Gesellschaftsspiele spielt oder begleiten den Hilfebedürftigen mit dem Rollstuhl nach draußen. Notfalls werden auch mal Kinder- oder Hundebetreuung übernommen. Eine Pflegestufe ist nicht erforderlich.
Wer im Bezirk Wandsbek wohnt, kann die Dienste des Stadtteil Service Wandsbek in Anspruch nehmen – auch in Seniorenwohnanlagen - und das sogar kostenlos. Nach Möglichkeit schickt der Stadtteil Service immer dieselbe Person. Wichtig: Pflege- oder Putztätigkeiten werden nicht übernommen. An der Wand im Büro des Stadtteil Service Wandsbek hängen diverse „Daueraufträge“, regelmäßig wiederkehrende Termine der Teilnehmer. „Der Bedarf ist da, zumal in Heimen Zivis wegfallen“, weiß BFW-Mitarbeiter Jürgen Wenger. Aber „viele ältere Menschen denken, sie sind selbstständig genug und überschätzen sich manchmal, so dass doch der Sohn oder Neffe einfach sagen muss, hol dir mal Hilfe.“
Wer den kostenlosen Service ausprobieren möchte, meldet sich bei Werner Heinelt telefonisch unter Tel.: 645 81-1910 oder Jürgen Wenger Tel.: 645 81-1544.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige