Dauerbaustelle nervt bis Juni

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Bauarbeiter am Nordlandweg. Noch bis Juni dauern die Arbeiten Foto: rg

Am Nordlandweg entstehen vier neue Busbuchten

Von Rainer Glitz
Meiendorf. Zuerst tauchte ein Wald von Halteverbotszeichen im Paganiniweg und in der Von-Suppé-Straße auf. Dann klärte ein großes Schild am Nordlandweg die Meiendorfer auf: „Wir bauen für Sie – Vier Busbuchten“. Zwischen Absperrbaken stapeln sich Gehwegplatten, Arbeiter sind mit großen Maschinen im Einsatz. Die alten Haltestellenhäuschen sind verschwunden. Und: Der Nordlandweg ist vorübergehend zur Einbahnstraße geworden. Auch für die Busse der Metro-
linie 24. Richtung Rahlstedt fahren sie weiterhin auf dem Nordlandweg. In Richtung Volksdorf müssen sich die Busse durch die engen Wohnstraßen quälen, die mit den Halteverbotsschildern zumindest einigermaßen frei gehalten werden.
Für die Anwohner in Paganiniweg und Von-Suppé-Straße bleibt kaum Platz zum Parken, auch mit dem Gegenverkehr wird es schwierig, wenn der 24er kommt. Besonders betroffen sind die Bewohner des Altenheimes: Ihre altbekannten Haltestellen gibt es derzeit nicht, sie müssen zu den weiter entfernten provisorischen Bus-Stopps laufen. Doch vor allem ihnen soll der Umbau zu Gute kommen. „Die Haltestellen am Nordlandweg wurden von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt mit Handlungsbedarf eingestuft, da die Busbuchten für die heutigen Verhältnisse unterdimensioniert und die Einstiegshöhen sehr groß sind“, erklärt David Lause, Sprecher des Bezirksamtes Wandsbek.
Für rund 180.000 Euro werden die Kantsteine behindertengerecht auf
16 Zentimeter Höhe angehoben. Außerdem werden die Fahrbahndecken im unmittelbaren Haltestellenbereich aus stahlverstärktem Beton gebaut und mit Leitstreifen für Menschen mit Sehbehinderungen
versehen.
Die Busbuchten werden teilweise auch verlängert. Die Arbeiten sind in drei Bauphasen aufgeteilt, zum Schluss wird asphaltiert. „Voraussichtlich werden die Straßenbauarbeiten Mitte Juni beendet sein. Es werden auch neue Fahrgastunterstände aufgestellt“, so Bezirksamts-sprecher David Lause.
Generell geht der Trend in Hamburg, anders als in Meiendorf, eher zum Rückbau von Busbuchten. „Auf gerader Strecke zu halten ist für die Fahrgäste komfortabler, als wenn der Bus in die Bucht ein- und ausfährt“, erläutert Helma Krstanoski von der Verkehrs-Behörde. Außerdem könne der Bus gleich weiterfahren. Bei den relativ kurzen Haltezeiten staue sich der Verkehr auch nicht, so Krstanoski. (rg)
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