Demo gegen Flüchtlingsunterkunft

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Polizei verhinderte Eskalation, als rechtskonservative Anmelder auf linke Gegendemonstranten trafen

Farmsen. Etwa 50 Personen aus der rechten Szene demonstrierten am Donnerstagabend gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in der August-Krogmann-Straße in Farmsen. Rund 600 linke Gegendemonstranten stellten sich der Gruppe entgegen und hießen auf Bannern Flüchtlinge willkommen. Anlass für die Demonstration war die erneute Aufnahme von etwa 400 Flüchtlingen in den Häusern nahe dem Berufsförderungswerkes, in dem bereits knapp 350 Menschen unterschiedlicher Herkunft untergebracht sind. „Wir haben im Augenblick keine andere Wahl“, betonte Staatsrat Jan Pörksen, der zur Sitzung des Regionalausschussen in die Aula des Gymnasium Farmsen gekommen war, um die Fragen der Anwohner zu beantworten „Die Menschen sind bereits in der Stadt und haben ein Recht auf ein Dach über dem Kopf. Wir wollen nicht, dass sie Weihnachten in Zelten sitzen müssen.“
Während in der Aula noch heftig diskutiert wurde, flogen am U-Bahnhof Farmsen bereits die ersten Flaschen, die Eingangsbereiche zur U-Bahn mussten zeitweise versperrt werden und nur mit starker Polizeipräsenz konnte ein direktes Aufeinandertreffen der Demonstranten verhindert werden. Einige Verletzte gab es auf Seiten der Demonstranten dennoch. Angemeldet worden war die Demonstration von Andreas Schacht, der in Hamburg der rechtsradikalen Szene zugeordnet wird. Bereits um 17 Uhr versammelten sich die Demonstranten an der U-Bahn-Station Farmsen. Laut Polizeiangaben soll es schon beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Demo-Züge zu Ausschreitungen gekommen sein. Gegen 20 Uhr eskalierte die Situation am U-Bahnhof und die Polizei musste eingreifen. Durch Straßenblockanden der Polizei wurde den Demonstranten ein Durchkommen bis zum Sitzungsgebäude, wie ursprünglich geplant, verwehrt. Kurz nach 20 Uhr eskortierte die Polizei die verbliebenen Rechtskonservativen an den Gegendemonstranten vorbei zu einem Bus. (kg)
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