Denk mal: Notfall-Praxis

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Ein Blickfang, schon durch ihre ungewöhnliche Architektur: die Notfall-Praxis am Berner Heerweg in Farmsen. Foto: Kuchenbecker
Farmsen. Dieses Haus kennt wirklich fast jeder. Aber jeder zumindest, der schon mal in den Abendstunden, am Wochenende oder Feiertagen medizinische Hilfe benötigt hat und nicht in einem Krankenhaus war. Denn in diesem Haus ist eine der zwei Hamburger Notfall-Praxen untergebracht. Doch es nicht irgendein Haus. Erbaut wurde das Gebäude am Berner Heerweg 124 nach Plänen des Architekten H. Jordan; umgesetzt von der Hamburger Baudeputation in den Jahren 1924 bis 1928.
Ursprünglich war es extra für die Gemeindeverwaltung, also als öffentliches Gebäude, gedacht. Und tatsächlich wurde bis 1985 das Erdgeschoss auch von der Verwaltung als Ortsdienststelle Farmsen genutzt. Im oberen Teil des Hauses waren Wohnungen, was die Finanzierung des Gebäudes immens erleichterte. Noch heute ist der Bau auf-
fällig, sticht aus der Nachbarschaft heraus.
Denn er ist in der typischen Hamburger Bauweise, so wie der berühmte Architekt Fritz Schumacher ganze Stadtteile wie Veddel oder Winterhude (hier die Jarrestadt) konzipierte, erbaut. Unverwechselbare Kennzeichen: Backsteinbau, mit Details aus der ländlichen Bau-tradition.
Im vergangenen Jahr feierte die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg übrigens ihr 30-jähriges Bestehen. An die 30.000 Patienten werden hier pro Jahr medizinisch versorgt. Den größten Teil machen dabei Kinder aus: Gut 2000 kleine Patienten werden pro Quartal in der Notfallpraxis behandelt. Derzeit nehmen 55 Ärzte am Notfalldienst teil. (nk)
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