Denk mal: Wandsbeker Gehölz

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Wurde einst durch die Fleckenverwaltung gerettet: das Wandsbeker Gehölz, das heute durch Straßen und Eisenbahnstrecke in vier Gebiete unterteilt wurde. Foto: Kuchenbecker
Es ist gut zwei Kilometer lang und erstreckt sich von Wandsbek Markt bis zum Osterkamp: das Wandsbeker Gehölz. Naja, eigentlich sind es vier kleinere Waldstücke, getrennt durch Straßen und Eisenbahnstrecke, die mitten in Wandsbek liegen. Sie sind ein Kleinod, das nur durch eine beherzte Tat der Fleckenverwaltung vor der Rodung bewahrt werden konnte. Gutsherr Johann Anton Wilhelm von Carstenn, erwarb 1854 den gräflichen Anteil des Guts Wandsbek, teilte es in einzelne Parzellen und wandelte es somit in die Villenkolonie Marienthal um. Als Kaufmann Carstenn auch den Waldbestand veräußern wollte, entschloss sich die Fleckenverwaltung zum Ankauf. Doch auch heute ist das bis zu 200 Meter breite Gehölz vor einer Abholzung nicht sicher. Die grüne Lunge Wandsbeks ist teilweise durch die Veräußerung und mögliche Bebauung des alten Concordia-Sportplatzes bedroht. Noch wenige Tage läuft die Ausschreibung durch die Finanzbehörde. Dann wird sich zeigen, was mit dem Gelände an der Oktaviostraße passieren wird. Eine Fleckenverwaltung kann nicht eingreifen, denn die gibt es in Hamburg nicht mehr. Der Flecken ist eine alte Bezeichnung für eine kleinere, lokal bedeutende Ansiedlung. Besonders im nördlichen Teil Deutschlands wird damit eine Minderstadt bezeichnet. In Niedersachsen führen noch heute 53 Gemeinden den Titel Flecken; darunter der Flecken Langwedel im Landkreis Verden. (nk)
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