Denkmal mit Puppe

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Das von Adéagbo „bearbeitete“ Denkmal zur deutschen Kolonialgeschichte Foto: wb

Georges Adéagbos Installationen im Tansania-Park

Jenfeld. Brisanter Platz – brisante Kunst. Im Tansania-Park präsentierte der in Hamburg und Cotonou (Benin) lebende Künstler Georges Adéagbo seine Installationen, die sich auf Geschichten in Hamburg und Cotonou beziehen. Der afrikanische Künstler verzierte die umstrittene Denkmalanlage zur deutschen Kolonialgeschichte mit Plakaten, T-Shirts und Sammlerstücken aus Afrika. Unter die Figurengruppen mit einem weißen Schutztruppen-Offizier, schwarzen Soldaten (Askari) und Trägern stellte er kleine Stofffiguren oder eine Schallplatte mit Blasmusik der Bundeswehr.
Die Werke Georges Adéagbos finden seit den 1990er Jahren internationale Beachtung. Seit über 15 Jahren lebt und arbeitet der Künstler mehrere Monate im Jahr in Hamburg. In Deutschland wurden seine Arbeiten auf der Documenta 11 (2002) in Kassel bekannt. Der Künstler arbeitet mit Assemblagen (dreidimensionale Collagen) und Rauminstallationen, in denen er Fundstücke unterschiedlicher Herkunft, wie Bücher, Fotos, kunsthandwerkliche Objekte und Zeitungsausschnitte mit handschriftlichen Texten arrangiert.
In den vergangenen Tagen stellte Adéagbo seine Arbeiten an verschiedenen Orten vor, unter anderem auf der Alsterwiese am Schwanenwik und im Innenhof des Hamburger Rathauses. (wb)
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