Denkmal verfällt

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Werner Jansen vom Rahlstedter Kulturverein (l.) und der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Karl-Heinz Warnholz wollen das Denkmal möglichst schnell sanieren Foto: Glitz

Schnelle Sanierung gefordert. CDU hat einen Investor

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Nur aus der Distanz macht das 1929 errichtete Denkmal für die Gefallenen aus der Gemeinde Alt-Rahlstedt im Ersten Weltkrieg noch einen guten Eindruck. Der fünf Meter hohe, pyramidenförmige Bau mit den Namen der Toten ist mit Pflanzen, Moos und Flechten bewachsen. Fugen sind kaputt, am Sockel sind ganze Steine herausgebrochen. „Man sieht die Schäden und ärgert sich“, sagt Werner Jansen vom Rahlstedter Kulturverein. Am Denkmal im Jugendpark nahe der Schwimmhalle würden jedes Jahr feierliche Reden zum Volkstrauertag gehalten. „Gleichzeitig lässt man es hier verfallen“, ärgert sich Jansen. Seit Jahren setzt er sich bei den Behörden für eine Sanierung ein. Unterstützung kommt von Karl-Heinz Warnholz. „Das hier ist Geschichte, jetzt gilt es zu handeln“, sagt der Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordnete. Er hat eine alteingesessene Familie aus dem Stadtteil für die Finanzierung der Arbeiten gewonnen und sich mit einer Kleinen Anfrage an den Senat gewandt.

„Man sieht die Schäden und ärgert sich.“ Werner Jansen

Der Sanierungsbedarf sei seit 2012 bekannt, heißt es in der Antwort. Aus Gründen des Denkmalschutzes seien allerdings ein Gutachten und ein Erhaltenskonzept notwendig. Beides liegt Warnholz nun vor. „Das Kriegerdenkmal befindet sich baulich in einem schlechten Zustand“, heißt es in dem Papier. Die Folgeschäden beschleunigten sich. „Es besteht dringender Handlungsbedarf“, so das Fazit.
Die Oberflächen des Rahlstedter Denkmals müssten gereinigt werden, Fugen originalgetreu ausgebessert und fehlende Steine mit historischen Klinkern ersetzt werden. Der Pflanzenbewuchs soll entfernt und Risse in den Schrifttafeln mit Epoxidharz geschlossen werden, heißt es im Erhaltenskonzept. Dazu müsse das Denkmal eingerüstet und vor unbefugtem Betreten geschützt werden. Wann diese „fachgerechte“ Lösung durchgeführt werden kann, ist noch unklar. Die Junge Union Rahlstedt hat jedenfalls ihre Hilfe bei der Reinigung angeboten. Und Karl-Heinz Warnholz will mit der Familie, die Geld geben möchte, konkrete Gespräche führen.
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