Der Mundharmonika-Virtuose

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Der Musiker und sein „Snutenhobel“: Lars-Luis Linek. Foto: nk

Lars-Luis Linek singt den Blues auf platt

Von Nicole Kuchenbecker
Wandsbek. Wie Platt und Blues zusammenpassen? Na super natürlich – zumindest dann, wenn der Musiker Lars-Luis Linek am Werk ist. Lars-Luis Linek (57) ist passionierter Mundharmonika-Spieler. Wenn irgendwo eine Mundharmonika benötigt wird, dann ist der Wandsbeker zur Stelle. An mehr als 2000 Schallplattenproduktionen hat er mitgewirkt, darunter bei Größen wie James Last, Roger Cicero oder auch Al di Meola. Sein „Snutenhobel“-Sound ist unverwechselbar und auch hörbar, beispielsweise in der Titelmelodie des „Großstadtreviers“.
Doch der Berufs-Musiker ist bescheiden. Hat er doch die Welt bereist und spricht mindestens sechs Sprachen, darunter auch plattdeutsch. Das ist wichtig, denn genau diese Sprache ist es, die seinen Sound, seinen Blues so unverwechselbar macht. 30 Jahre lang hat er auf englisch gesungen; jetzt nur noch auf platt. „Das hat etwas mit den kulturellen Wurzeln zu tun“, antwortet er auf die Frage warum es denn ausgerechnet die plattdeutsche Sprache sei, die ihn so fasziniere. Blues lasse sich nicht gut mit der hochdeutschen Sprache kombinieren – mit der plattdeutschen klinge das harmonischer.
Und gerade diese Harmonie treibt Linek an. Der Wandsbeker liebt seine Heimat, sein Zuhause, seinen Stadtteil. Und das weiß spätestens jeder, der sein „Wandsbek Lied“ je gehört hat. Linek: „Wandsbek ist wie ein Dorf in einer Stadt. Ich bin schon hier zur Schule gegangen.“ Spätestens ab der Steinstraße in Richtung Innenstadt setzt bei Linek das Heimweh ein – und doch tourt er mit seinem Musikerkollegen Wolfgang Timpe auch durch die norddeutschen Lande. Gemeinsam haben sie ein neues Programm, das Repertoire „Blues op platt“ auf die Beine gestellt.
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