Der Notmütterdienst

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Frauke Zimmermann (Einsatzmanagement und Projektarbeit), Susanne Owoade (Werbung und allgemeine Dienste), Geschäftsführerin Christina Meyer-Soltys und Andrea Harmsen (Einsatzmanagement).Foto: cm/hfr

Helfende Hände für Familien und Senioren in Not

Von Christa Möller
Wandsbek. Der Start war eher beschaulich: Vor sieben Jahren saß Christina Meyer-Soltys allein mit ihrem Telefon in ihrem Büro in Eppendorf.
Heute ist die Geschäftsführerin des Vereins „Notmütterdienst Familien- und Seniorenhilfe“ in Hamburg in guter Gesellschaft: Ein festes Team von vier Mitarbeiterinnen im Einsatzmanagement sowie eine Buchhalterin unterstützen die Vereinsarbeit an der Schloßstraße 94 in Wandsbek. Der „Notmütterdienst“ hilft in erster Linie Familien, in denen die Mutter krankheitsbedingt ausfällt – notfalls auch am Wochenende. In 95 Prozent der Fälle übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Der Kontakt zum „Notmütterdienst“ erfolgt häufig über Arztpraxen, Krankenhäuser, Familienberatungsstellen oder Krankenkassen. Bei der ersten Kontaktaufnahme erhalten Hilfesuchende zunächst eine ausführliche Beratung am Telefon. Es wird geklärt, ob bereits eine ärztliche Verordnung vorliegt und ob die Krankenkasse der Kostenübernahme zugestimmt hat. „Wenn die Bewilligung vorliegt, wird der Bedarf an den Betreuerpool weitergegeben“, erklärt Christina Meyer-Soltys.
Die Vermittlung der 150 Betreuer (staatlich geprüfte Erzieher, Heilerzieher, Kinderkrankenschwestern oder Sozialpädagogen, aber für hauswirtschaftliche Versorgung auch Mitarbeiter mit hauswirtschaftlicher Ausbildung) für die Kinder- oder Seniorenbetreuung in Hamburg und Umgebung (Bereich HVV-Einzugsgebiet) wird über die Geschäftsstelle in Wandsbek organisiert. Bei Senioren erfolgt die Hilfe im Falle eingeschränkter Alltagskompetenz, medizinische Behandlungspflege wird allerdings nicht übernommen. „Das Einsatzmanagement wird den Fall konkret begleiten“, betont die Geschäftsführerin. „Wir beraten auch weiterhin, klären gegebenenfalls die Pflegefinanzierung.“ Die Unterstützung kann kurzfristig, mitunter mehrere Monate lang stundenweise oder rund um die Uhr erfolgen.
Den Grundstein für den Notmütterdienst legte vor über 40 Jahren das Ehepaar Hesser in Frankfurt. Inzwischen gibt es außer in Hamburg auch eine Geschäftsstelle in Berlin.Christina Meyer-Soltys hat in der Schweiz ihren Abschluss als Diplom-Fachfrau für Pflege gemacht und anschließend ihren Bachelor in Gesundheits- und Sozialmanagement, demnächst wird der Master folgen. Gerade hat sie das Spendenprojekt „Brücken-Tage“ ins Leben gerufen, das verzweifelten Familien hilft, die zwischen zwei Betreuungseinsätzen auf finanzielle Überbrückung angewiesen sind. So kann die vertraute Betreuerin ihren Einsatz fortsetzen, während die Kostenzuständigkeit der Behörden geprüft wird. Wer möchte, kann das Projekt mit einer Spende oder einer Fördermitgliedschaft unterstützen.(hfr)
Spendenkonto: Notmütterdienst e.V. Dresdner Bank,
BLZ 500 800 00, Kto-Nr. 94 350 200, Stichwort „Brücken-Tage“. www.hamburg.nmd-ev.de/ueberuns
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