Der Stein der Berühmtheiten

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Grenzstein Nr. 16 und eine Steinbank – zwei Übrigbleibsel einer vergangenen Zeit. Hier an der Grenze zu Hamburg soll angeblich Matthias Claudius mit seinen Freunden auf der Steinbank Platz genommen haben. Foto: Kuchenbecker

Auf diesem saß schon Matthias Claudius

Nicht immer war die Grenze zwischen Wandsbek und Hamburg klar: In der Vergangenheit wurde sie immer und immer wieder zum Streitthema.
Doch Gutsherr Graf Heinrich Carl von Schimmelmann regelte das 1779 ein für allemal als er einen Vergleich mit dem Hamburger Rat schloss. Die Grenze in der Mitte zwischen Hammer Straße und Brauhausstraße wurde festgelegt. Die Grenzsteine sind mittlerweile fast alle unter dem Asphalt verschwunden. Doch ganz versteckt im hohen Gras kann man doch noch einen erkennen. Den Grenzstein Nummer 16 mit der Bezeichnung P/H für Preußen/Hamburg. Und auch eine Steinbank steht noch da. Hier soll einst Dichter Matthias Claudius mit seinen Freunden Platz genommen und den Blick über Hamburg hat schweifen lassen. Wer mit dem Auto hier vorbeibraust, sollte in Höhe des „Sommersitzes“, einem markanten Haus, ein wenig langsamer fahren und einen kurzen Blick auf den Grünstreifen werfen.
Grenzsteine haben eine magische Wirkung auf Heimatforscher und Historiker. Oftmals werden sie gesucht; manchmal auch gefunden. Nicht nur im Mittelalter und in den Jahrhunderten danach galten Grenzen fast als Heiligtümer. Wer Grenzfrevel beging, musste mit empfindlichen Strafen rechnen. Und auch heute werden Bußgelder verhängt, wenn man Grenzsteine oder auch so genannte Mark- oder Bannsteine ausgräbt, neu setzt oder auch schiefe Steine nur richtet. Diese Zuwiderhandlungen können mit Geldstrafen geahndet werden. (nk)
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