Die Besten in ihrem Handwerk

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Im Bürgermeistersaal (v.l.): Ausbilder Jens Buddenberg, Senator Rabe, Sonia Maaß und Handwerkskammerpräsident Josef Katzer Foto: rdm

Junge Hamburger bei Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgezeichnet

Von Reinhard Meyer
Hamburg
„Sonia Maaß hat ihre Bestimmung gefunden, sie wird ihren Weg gehen“, so Goldschmiedemeister Jens Buddenberg, ihr Ausbilder aus Hohenfelde, beim Senatsempfang für den besten Handwerksnachwuchs in der Hansestadt. Die junge Goldschmiedin war im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2016 2. Bundessiegerin geworden. Nach der Prüfordnung wird in diesem Handwerk-Wettbewerb das Gesellenstück eingereicht. Die Aufgabe hier: Erstellung eines Schmuckstücks eigener Wahl mit der Umsetzung der Prinzipien Bewegung und Verschluss. Sonia Maaß hat einen Halsschmuck gestaltet – die Innenflächen Weißgold mit nach innen umlegbaren, verschließbaren Außen-Gelbgoldflächen. Das Innenleben – Schräubchen, Gewinde, Gestänge von mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmbarer Winzigkeit. Der Halsschmuck wird von mikro-dünnen schwarzen Stahlseilen gehalten. Arbeitszeit: eine Woche.

Andere Menschen erfreuen

Sonia Maaß hat das Margaretha-Rothe-Gymnasium mit der Abiturnote 1,0 abgeschlossen. Ihr erstes Berufsziel war das Fachstudium Schmuckdesign. Dazu brauchte sie ein Praktikum, das sie bei Jens Buddenberg ableistete. Der erkannte ihre außerordentliche Begabung und riet ihr zur beruflichen Ausbildung im Goldschmiede-Handwerk. Ihre Ausbildungszeit von dreieinhalb Jahren verkürzte sie auf drei Jahre. Nach der Gesellenprüfung im vorigen Jahr hat sie schon zwei von vier Meisterkursen abgeschlossen. Ihr Ziel ist die Selbstständigkeit. Was treibt sie an? „Wenn ich etwas gestaltet habe, das anderen Menschen Freude macht – das ist das Schönste“, sagt Sonia Maaß.

Fünf Sieger haben Abitur

Oliver Jürs aus Wandsbek war im Sattler-Handwerk gleichfalls 2. Bundessieger. Sein Ausbildungsbetrieb: Autosattlerei David Ekselenski. Die Anfertigung eines Motoradsattels war seine erfolgreich gelöste Prüfungsaufgabe. Senator Ties Rabe wies in seinem Grußwort darauf hin, dass auch mit Abitur der Weg über die Berufliche Bildung aussichtsreicher sein kann als ein Studium. Von den sieben Hamburger Bundessiegern haben fünf Abitur.
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