Die „Generationen-Mittler“

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Die Mitglieder des Seniorenbeirates vor der Attika des ehemaligen Wandsbeker Schlosses. Die Bauplastik steht seit 1984 im Bezirksamt Foto: Meve

Wandsbeker Seniorenbeirat setzt sich für die Bedürfnisse der Senioren ein

Wandsbek Hitzig diskutiert Inge-Maria Weldemann mit drei weiteren Mitgliedern des Bezirks-Seniorenbeirats darüber, welche Aktionen man in Hinblick auf die Geo-Stickstoff-Dioxin-Belastung in Wandsbek unternehmen kann. Ein Thema, das alle Teilnehmer sehr zu bewegen scheint. Die unterschiedlichen Argumente werden abgewogen und Taktiken ausgelotet, bis man sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen kann, die dann im Umweltausschuss vertreten wird.

Aktionen für Generationen


In sieben Fachgruppen erarbeiten 19 ehrenamtliche Senioren Themen, die für die Generation 60 plus, aber auch für alle Wandsbeker interessant sind. Sei es die barrierefreie Infrastruktur, neue Bauvorhaben, die Vermeidung von Altersarmut oder auch das positive Miteinander der Generationen. „Wir sehen nicht nur die Bedürfnisse der Senioren, sondern auch ihre neue Rolle in der Gesellschaft, die die meisten auch gerne einnehmen. Wir versuchen durch Aktionen, die Menschen auf das förderliche Miteinander aufmerksam zu machen“, erklärt Inge-Maria Weldemann, seit drei Jahren Vorsitzende des Beirats. Aktionen – das war zum Beispiel der Generationen-Tag im Quarree. Mit Vorträgen und einem Musikprogramm wurde versucht, die Sicht für die jeweils andere Generation zu sensibilisieren. „Viele Senioren sehen den Druck nicht, dem die Menschen auf dem Arbeitsmarkt heute ausgesetzt sind. Genauso nehmen viele Jüngere die Bedürfnisse der Senioren nicht wahr. Hier versuchen wir zu vermitteln“, so Inge-Maria Weldemann. Dabei war natürlich auch der Ort der Veranstaltung im Quarree bewusst gewählt. „Einkaufszentren sind Plätze der Begegnung. So konnten wir ein Publikum ansprechen, dass vielleicht an einem anderen Ort gar nicht gekommen wäre“, erklärt Weldemann. Über 30 Jahre gibt es den Seniorenbeirat bereits als Bindeglied zwischen der Bezirkspolitik, der Verwaltung und der Generation 60 plus. Dabei ist der Beirat politisch neutral und auch nicht konfessionell gebunden. Alle vier Jahre wird er neu gewählt. In allen Regional- und Fachausschüssen vertreten sie die Interessen der älteren Generation. Stimmrecht haben sie dabei jedoch nicht – aber Eingabe- und Rederecht, so wie es im Senioren Mitwirkungsgesetz geregelt worden ist, an dem der Seniorenbeirat tatkräftig mitgearbeitet hat. Um immer nah an ihrem Zielpublikum zu sein, hat der Seniorenbeirat eine feste Sprechstunde eingerichtet. „Wir wollen sichergehen, dass die Menschen wissen, dass sie mit ihren Problemen aber auch gern auch mit Anregungen immer zu uns kommen können. Wir versuchen alles aufzunehmen und umzusetzen“, erklärt Weldemann und macht sich auf den Weg in den nächsten Ausschuss. (tal)

Sprechstunde: Jeden Montag von 10 bis 12 Uhr in Raum 264 im 1. Stock des Bezirksamtes, Robert-Schumann-Brücke 8, kann jeder vorbeikommen der ein Anliegen hat. Auch eine Telefonnummer ist eingerichtet unter der Senioren sich direkt an die Beiratsmitglieder wenden (040/ 42881 3638) können oder man schreibt einfach eine Mail an bsb-wandsbek@t-online.de
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