Die helfenden Schwestern

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Ute Eggers (l.) und Bärbel Rotta sammeln Sachspenden für Flüchtlinge Foto: Grell

Rentnerinnen organisieren private Spendensammlung

Farmsen Ganz spontan haben sich die Schwestern Ute Eggers und Bärbel Rotta vor einem Jahr entschieden, den Flüchtlingen in ihrem Stadtteil zu helfen. Schon als damals in der August-Krogmann-Straße die ersten Flüchtlinge untergebracht wurden, haben sich die beiden Rentnerinnen ein Konzept überlegt, wie sie helfen könnten. „Wir beschlossen zu sammeln“, sagt Ute Eggers. Nach einem Jahr können die Schwestern nun eine positive Bilanz ziehen: „Die Hilfsbereitschaft ist groß und die Bereitschaft zu spenden hält an.“
Rückblick: Es ging zunächst um Kleidung und finanzielle Mittel, um dann das zu kaufen, was am Nötigsten gebraucht wird. „Wir haben schnell herausgefunden, dass vor allem auch Hefte und Stifte oder Bastelmaterial für die Kinder fehlen“, erinnert Ute, die dann ein Rundschreiben in der Wohnanlage Berner Au verteilt hat, in der sie seit Jahren lebt. Um einen Spenden-Euro hatte sie auf dem Blatt gebetenund schnell hatten sich ein paar Senioren gefunden, die bis heute noch ihren monatlichen Euro vorbeibringen. „Mit diesen 20 Euro monatlich können wir die Bastelsachen kaufen“, freuen sich die Sammelschwestern, die ihr Sortiment jetzt noch auf Spielzeuge, Tischdecken und Küchenutensilien ausgeweitet haben. „Die Leute haben ja nichts, die brauchen auch Pütt und Pann“.
Immer dann, wenn der eigene Wagen voll beladen ist, fahren die Schwestern mit ihren gesammelten Spenden in die August-Krogmann-Straße und geben sie ab. Selbstverständlich haben sie vorher jedes Wäschestück kontrolliert und bringen nur gut erhaltenes vorbei. Gerade haben sie wieder einen Schwung Kleidnung bekommen. Das sei normal, sagt Ute Rott. Immer zum Saisonwechseln würden die Leute ihre Kleiderschränke aussortieren und dann kämen auch wieder neue Spenden zu ihnen. „Wichtig ist“, so Ute und Bärbel, „dass die Menschen mit offenen Herzen auf die aktuelle Situation zugehen.“ Die Hintergründe der einzelnen Schicksale der Flüchtlinge seien dabei zunächst gar nicht so wichtig, sondern allein die Hilfsbedürftigkeit. „Wir machen weiter“, sagen die Schwestern, „und das solange wir können.“ (kg)
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