Dr. Sound begeisterte Kinder für Klassik

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Mit Dr. Sound auf der Bühne - eine Riesenspaß für die „Klangagenten“ aus der Klasse 4a Fotos: rdm

Musikvermittlungsprojekt gastiert mit Musikern und schrulligem Klangforscher in Grundschulen

Von Reinhard Meyer
Jenfeld. „Ich finde das Projekt „Dr. Sound “ gut, weil wir Klangsafaris machen, in der Aula proben und ins Konzert gehen“, lautet der hochzufriedene Kommentar von Vishali aus der Klasse 4a der Grundschule Öjendorfer Damm. Vishali hat damit Wesentliches des Musikvermittlungsprojektes von Elbphilharmonie Kompass erfasst: Sie werden als „Klangagenten“ auf Klangsafaris ausgebildet, proben für Auftritte mit Musikgruppen – und gehen alle in Konzerte ins Jenfeldhaus.

Geklaute Schatztruhe

Die erste Aufführung der vierteiligen Konzertserie „Dr. Sound im Einsatz“ trug den Titel „Die klingende Schatzkarte“. Sebastian Dunkelberg moderierte das Programm der Musiker von „Ensemble:acht“, die Stücke von Dvorak, Beethoven, Schubert, Glade und Bizet spielten. Eine schwere Kost für fünf- bis zwölfjährige Schüler. Erstaunlicherweise: Sie hörten hochkonzentriert zu. Weshalb? Dr. Sound, ein schrulliger Klang- und Geräuscheforscher, platzte in das Konzert, trug empört seinen Streit mit Don Sonatini, dem Boss einer internationalen Klang und Geräuschemafia vor. Francesco de Soundezza, Dr. Sounds Vorfahr aus der Zeit des Columbus, soll den Vorfahr von Don Sonatini um eine Schatz-truhe mit dem reinen vollkommenen Klang betrogen haben. Mit einer klingenden Schatzkarte will Dr. Sound diesen Soundschatz wiederfinden und so die Unschuld seines Vorfahrs beweisen. Dr. Sound ging respektlos, frech mit dem Moderator um, störte das Konzert durch seine unbedachte Neugier. Die Schüler fanden Dr. Sound witzig – und hörten der nächsten Musik wieder konzentriert zu.
Das Team von Elbphilharmonie Kompass geht zur Vorbereitung dieser Konzertserie in Klassen, untersucht mit den Kindern dort Musik und Geräusche, bildet sie an Aufnahmegeräten und Hörbrillen aus. Sie gehen auf Klangsafaris, beispielsweise auf die Cap San Diego und fangen Geräusche in „Klangtüten“ ein, die Dr. Sound bei seiner Spurensuche helfen sollen. Die bunte Vielfalt dieser Hörerfahrungen geht immer wieder ins Musikalische. Elbphilharmonie Kompass will den Nachwuchs durch diese Beteiligung für unterschiedliche Formen von Musik begeistern.

Versteckte Klangtüten

Auch die Grundschule Öjendorfer Damm an dem Musikprojekt teil. Gabi Nast, Lehrerin: „Die Schüler lernen etwas über klassische Musik, Musiker und Instrumente. Sie begeistern sich für außerschulische Lernorte, Aufnahme von Geräuschen und den Schauspielunterricht bei Georg Münzel alias Dr Sound. Sie sind verblüfft, wenn sie Komponisten und Werke in Konzerten erkennen.“ Das zweite Konzert „Die versteckten Klangtüten“ mit dem Jouris Quartett ist am 22. Februar um 15.30 Uhr im Jenfeldhaus, Charlottenburger Straße 1.
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