Eigen-Initiative für Sauberkeit in Hamburg

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Engagiert: Ingrid Thiel, Gerda Voelcker, Klaus Voelcker und Harry Thiel (v.l.) entsorgen in Eigeninitiative den Müll am Rückhaltebecken der Osterbek Fotos: Christian Ehrhorn

Zwei Ehepaare entsorgen Müll an der Osterbek. Wer unterstützt die gute Idee?

Von Christian Ehrhorn
Hamburg. Als Umwelthauptstadt hat sich Hamburg gerne präsentiert. Als grüne Stadt mit vielen Parks und Grünanlagen. Die Natur ist ein wichtiger Bestandteil der Hansestadt. Doch diese will auch gepflegt werden. Dies war jedoch am Rückhaltebecken der Osterbek am Wandsbeker Schützenhof lange Zeit nicht der Fall. Durch fehlende Abfalleimer sammelte sich immer mehr Müll in den Büschen und Sträuchern.

Langfristig etwas ändern

Dies wollten zwei Familien aus Wandsbek nicht weiter hinnehmen. So meldeten sich Harry und Ingrid Thiel sowie Klaus und Gerda Voelcker im März 2014 bei “Hamburg räumt auf!” an, der Aktion der Hamburger Stadtreinigung. „Es war zu viel Müll hier, es musste einfach etwas getan werden“, erklärt Ingrid Thiel. Ausgestattet mit Müllbeuteln der Stadtreinigung zogen sie los und sammelten jedes noch so kleine Abfall-Teilchen auf. Doch schon da war beiden Familien klar, einmal aufräumen reicht nicht. Es musste sich langfristig etwas ändern.

Idee wurde angenommen

Dieser Gedanken brachte sie auf eine außergewöhnliche Idee: In Eingeninitiative und auf eigene Kosten stellten sie fünf Abfall-eimer auf, selbstgebaut aus Baustahl. Diese bestückten sie mit blauen Müllsäcken. „Es war uns ein Bedürfnis, dieses schöne Stück Natur sauber zu halten, damit es auch auf längere Zeit so schön bleibt. Und unsere Mülleimer wurden auch schnell angenommen, es liegt kaum noch Abfall herum“, freut sich Harry Thiel.
Doch neben all der Freude über die saubere Grünanlage, entstehen den engagierten Naturfreunden auch ein paar Probleme. „Wir leeren die Abfalleimer drei mal in der Woche“, erzählt Klaus Voelcker.

240 Liter Müll

„Dabei kommen über 240 Liter Müll zusammen. Diese müssen wir in unserem privaten Hausmüll entsorgen. Man kann sich sicher vorstellen, wie voll die Tonnen bei uns sind. Wir bräuchten eine Anlaufstelle zur Lagerung des Mülls. Damit wäre uns sehr geholfen.“
Die Familien hoffen aber auch, dass sich noch mehr Leute ihrer Aktion anschließen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn sich noch weitere Personen, die hier häufig spazieren gehen, für die Entsorgung des Mülls engagieren würden“, wünscht sich Gerda Voelcker. „Es muss gar nicht in Kooperation mit uns passieren. Einfach wenn man sieht, der Mülleimer ist voll, diesen entleeren.“
Trotz einiger Schwierigkeiten, werden sich beide Familien weiter für die Sauberkeit am Rückhaltebecken der Osterbek einsetzen. Ganz im Sinne ihres Naturverständnisses.
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