Ein gutes Gefühl

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Claudia Schmid weiß, wie sie eine Nadel legen muss: Der Pieks tat auch gar nicht weh. Foto: Kuchenbecker

WochenBlatt-Reporterin spendete Blut im Quarree

Wandsbek. Es ist ein Eigenversuch. Nachdem wir in der vergangenen Woche über die Blut-Spendenfaulheit der Hamburger in den Sommermonaten berichtet hatten, gehen wir mit gutem Beispiel voran. Unsere Journalistin Nicole Kuchenbecker ließ sich beim Blutspendedienst im Einkaufszentrum Quarree pieksen.
Schlimm ist etwas anderes. Nämlich das, was passiert, wenn für Operationen benötigtes Blut nicht rechtzeitig bereitgestellt werden kann. Blut, unser Lebenselixier, ist in der Hansestadt gerade in den Sommermonaten ein knappes Gut. Täglich fehlen dem Blutspendedienst Hamburg durchschnittlich etwa 100 Konserven. Dabei ist Blutspenden ganz einfach und tut gar nicht weh. Ich spreche da nun aus Erfahrung. Es ist Belohnung genug zu wissen, dass man mit seiner Spende jemandem helfen konnte. Zum ersten Mal bin ich in den Räumen des Blutspendedienstes im Quarree. Ich muss mich registrieren. Da ich zum allerersten Mal Blut spende, erhalte ich verschiedene Fragebögen, die ich gewissenhaft ausfülle. Hier und da lasse ich eine Antwort offen, um diese Frage mit dem Arzt zu besprechen. Denn: Bevor ich überhaupt spenden darf, werde ich zuerst registriert, dann einem Arzt vorgestellt. Erst nach der ärztlichen Untersuchung erhalte ich das „Go“, natürlich nur, wenn ich auch gesund bin. Jetzt wird es ernst. Mit gemischten Gefühlen begebe ich mich in den Abnahmeraum. An meiner Seite ist Arzthelferin Claudia Schmid, die mich auch noch für „taff“ hält. Dabei habe ich doch schon ein kleines Grummeln in der Magengegend; neige ich doch zu Blutergüssen. Und dann noch der Pieks. Ich lege mich auf eine der 24 Liegen in dem Abnahmeraum nieder. Freundlich gibt Claudia Schmid ein paar Anweisungen und ehe ich mich versehe, läuft mein Blut in eine Konserve. Naja, schlimm war das gar nicht. Eher überraschend. Denn noch bevor ich mich so richtig daran gewöhnen konnte, dass eine Nadel in meinem Arm steckt, war sie auch schon wieder draußen. Ein dicker Verband zierte stattdessen für die nächsten Stunden meinen Arm. Weh getan hat es nicht. Im Gegenteil. Es gibt einem ein positives Gefühl. Ein Gefühl etwas Gutes getan zu haben. Und das ganz ohne Eigennutz. Als Dankeschön bekomme ich die Gebühr im Parkhaus erstattet, und etwas Leckeres zu Essen gibt es obendrauf.

Mein Fazit

Die größte Herausforderung beim Blutspenden ist die Überwindung des eigenen Schweinehundes und sich vom Sofa aus auf den Weg zu machen. Mein nächster Termin steht schon fest: Ich gehe wieder im Oktober spenden. (nk)
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