„Ein langer, erfolgreicher Weg“

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Vanessa Steenwarber, André Braun, Britha Krause, Claudia Fründ und Eric Laugell (v.l.n.r.) Foto: wb

Abschlusskonferenz nach acht Jahren Stadtteilentwicklung in Hohenhorst

Von Rainer Glitz
Hohenhorst Auf Stellwänden in der Pausenhalle der Grundschule Potsdamer Straße sind noch einmal alle Projekte aufgeführt. Die Besucher aus dem Stadtteil, viele seit Jahren engagiert, können Schulnoten vergeben. Besonders gute Noten bekommt der umgestaltete Hohenhorst Park, weniger gut wird die Busanbindung abends und am Wochenende bewertet. Das Stadtteilbüro der Lawaetzstiftung und der Bezirk haben zur Abschlusskonferenz geladen, um auf acht Jahre Stadtteilentwicklung zurückzublicken. Welche Ziele wurden erreicht und welche Bedarfe gibt es noch? Das sollen nun Arbeitsgruppen herausfinden.
Rund zehn Millionen Euro sind in den Stadtteil geflossen, 4,5 Millionen aus Mitteln der integrierten Stadtteilentwicklung RISE. Eine Reihe guter Projekte sei in Begleitung des Stadtteilbeirates entstanden, so die Bilanz von Eric Laugell, Sozialdezernent des Bezirkes Wandsbek. „Es geht um mehr als Steine“, sagt er. „Die Menschen sollen ihren Stadtteil für sich entdecken, sich identifizieren, sich engagieren“. Mit dem Haus am See, dem neuen Trollhaus und dem umgestalteten Park seien neue Räume für Familien und Jugendliche entstanden. „Es hat sich gelohnt“, resümiert Laugell. Hohenhorst habe sich verändert und sei lebenswerter geworden, das entstandene Engagement der Bewohner werde auch nach dem RISE-Ende bestehen.
„Wir sind noch nicht am Ende des Weges“, betont André Braun vom Stadtteilbüro. Die Abschlusskonferenz sei Teil des RISE-Verfahrens. Anhand der Bilanz der Beteiligten werde entschieden, ob Hohenhorst ein Nachsorge-Konzept brauche. Dabei müssten sich Fachämter, Bezirk, Sozial- und Stadtentwicklungsbehörde abstimmen. Nicht alle Ziele sind laut Braun erreicht worden. Dies gelte für die Bustaktung, die Querung der Schöneberger Straße zum Haus am See oder die Beleuchtung im Hohenhorst Park. Geklärt werden muss auch, wer künftig Verantwortung für die weitere Quartiersentwicklung übernimmt. Drei Institutionen stehen bereit: Der Stadtteilbeirat, der Arbeitskreis und der Förderverein. „Es geht weiter, auch wenn das Stadtteilbüro nicht mehr da ist“, ist André Braun überzeugt. Die Räume im Dahlemer Ring übernimmt Ende des Jahres übrigens wieder die dortige Kita. (rg)
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