Eine sel(l)tene Begabung

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Das neueste Buch von Ellen Sell heißt „Siwa – Ein Kätzchen im Heu“ Foto: Netzow

Autorin aus Rahlstedt schreibt mit Erfolg und Leidenschaft Bücher für Kinder

Von Kirsten Netzow
Hamburg. Im Obergeschoss ihres Hauses in Meiendorf hat Ellen Sell sich ein kleines, gemütliches Arbeitszimmer eingerichtet. Auch die übrigen Räume im Haus sind mit Liebe zum Detail gestaltet. „Ich habe ein Faible für alte Möbel, ich bin überhaupt eine Bewahrerin des Alten“, sagt die gebürtige Hamburgerin lächelnd. Seit 20 Jahren lebt sie hier mit ihrem Mann, einem Architekten. Von ihrem Büro aus kommuniziert die Autorin mit den Verlagen, organisiert ihre Lesungen in Schulen und schreibt an neuen Abenteuern für kleine Leseratten. Filippo, das Glühwürmchen, Pauline Knabberschreck und Yvonne Stachelbeere sind nur einige der illustren Hauptfiguren ihrer Bücher, mit denen sie seit Jahren schon kleine Menschen begeistert. Was sie zum
Schreiben geführt hat? „Die Liebe zu Kindern, nicht nur zu den eigenen“, ist ihre Antwort. Sie habe schon immer gern geschrieben, ob Aufsätze in der Schule oder Korrespondenzen an Brieffreunde. Ihr Lieblingsbuch als Kind war „Heidi“. Auch eine Lehrerin in ihrer Schulzeit, die viel für Literatur übrig hatte, war prägend für ihren weiteren Weg.

Hundeliebhaberin

Nachdem ihre beiden Töchter das Haus verlassen hatten, begann die Hundeliebhaberin mit dem Schreiben. Beim Spazierengehen mit ihrer damaligen Labrador-Retriever-Hündin Fleurie Ende der siebziger Jahre, wurde sie von vielen Kindern angesprochen, die den Hund streichelten und viel über ihn erfahren wollten. Es folgte ein 35 Kapitel umfassendes Buch über Labradore, illustriert mit Zeichnungen von Ellen Sells Tochter Alexandra. Nach einigen Verlagsabsagen nahm der Ensslin-Verlag sie unter Vertrag. Unter dem Titel „Fleurie, die Labradorhündin“ erschien ihr erstes Kinderbuch. Weitere Hunde lebten in den nächsten Jahren im Hause Sell: Chablis, Jorasse und aktuell Labradorrüde Margaux - allesamt nach französischen Weinen benannt. Auch einige von ihnen wurden zu Stars in Sells Büchern.

Kindern Freude machen

In den vergangenen Jahren hat Ellen Sell viele eindrucksvolle Begegnungen mit Kindern bei ihren Lesungen gehabt. Ein besonderes Highlight waren die Schullesungen, bei denen sie ihre Hunde als Überraschungsgäste mitbrachte. „Es ist so schön zu sehen, wie die Kinder mitfiebern, sie haben ein Bedürfnis nach Geschichten“, sagt die Schriftstellerin und dreifache Großmutter. Es ist ihr anzumerken, wie gerne sie mit ihrem jungen Publikum zusammen ist. Die Schülerinnen und Schüler stellen Fragen, lachen über die lustigen Namen der Tiere in den Büchern. „Ich möchte den Kindern Freude machen, die Realität darf aber auch nicht zu kurz kommen“, lautet ihre Einstellung. Der Wunsch, selbst Lehrerin zu werden, erfüllte sich für die gelernte Industriekauffrau zwar nicht, „aber jetzt bin ich ja auch immer zusammen mit Kindern in Schulen“, sagt die Autorin erfreut.
Viel zu tun gibt es für die Autorin, die ihr Alter streng geheim hält, immer: Im März war sie zu Gast auf der Leipziger Buchmesse, las dort aus ihrem neuesten Kinderbuch „Siwa - Ein Kätzchen im Heu“. Auch damit hat sie bereits die Herzen vieler Schulkinder höher schlagen lassen. Und eine weitere Veröffentlichung steht an: Voriges Jahr wurde Ellen Sell in die Künstlerinnengemeinschaft GEDOK Hamburg aufgenommen. Pünktlich zum Tag des Kindes Anfang Juni wurde dort ein Buch mit Texten und Collagen für Vorschüler und erste Klassen mit dem Titel „Ich bin ein Gnufii, und heiße Lu“ präsentiert.
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