Einzug noch vor Weihnachten

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Die Bauarbeiten im und am ehemaligen Praktiker-Markt laufen auf Hochtouren Foto: rg

Einrichtung am Hellmesbergerweg wird kleiner als geplant

Meiendorf In den Hallen des ehemaligen Praktiker-Marktes läuft der Trockenbau, auf dem Parkplatz roden Baufahrzeuge die Bäume. Kurz vor Weihnachten soll die Unterkunft der dezentralen Erstaufnahme bezugsfertig sein. Das war auf der aktuellen Sitzung der Stadtteilkonferenz Meiendorf zu erfahren. Und auch, dass die Einrichtung mit 440 Plätzen deutlich kleiner wird als bisher geplant. Die Menschen sollen dort bis zu sechs Monate lang wohnen. Mit dem künftigen Träger, der Arbeiter-Wohlfahrt (Awo), hatten die Ehrenamtlichen von „Meiendorf hilft“ bereits ein Gespräch. Die Awo kündigte dabei an, eine Reihe von Forderungen an die Stadt zu stellen. So soll es in der Meiendorfer Unterkunft ein Internetcafé und geschützte Räume für Frauen und Kinder geben, getrennte Waschräume und keine Dixi-Klos. Außer Deutschkursen soll es ebenfalls eine Begegnungsstätte für Jugendliche geben.

Kritik an Fördern + Wohnen


Auf der Stadtteilkonferenz wurde der Betreiber der Einrichtung im Bargkoppelstieg erneut scharf kritisiert. Fördern + Wohnen sei überfordert, dies zeigten etwa Engpässe bei Toilettenpapier und Babynahrung. Unklar ist, wie es mit der Kleiderkammer im Spitzbergenweg weitergeht. Für den ehemaligen
Schleckermarkt gibt es noch immer keinen Mietvertrag, wegen des geplanten Neubaus des Einkaufszentrums ist außerdem ein Abriss absehbar. Diskutiert wurde eine zentrale Kleiderkammer für ganz Wandsbek. Diese könnte etwa in einer freien Halle im Bargkoppelweg eingerichtet werden. Die SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Astrid Hennies und Ekkehard Wysocki versprachen, darüber mit der Innenbehörde zu reden. Das neue Einreisezentrum in Meiendorf, über das alle ankommenden Flüchtlinge auf andere Bundesländer und innerhalb Hamburgs verteilt werden sollen, wird vermutlich Mitte Februar seine Arbeit aufnehmen. (rg)
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