Er schuf „Adam und Eva“

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Hanno Edelmann bei den Rahlstedter Kulturwochen 2011 Fotos Bätz/ Gigi Pleß (Atelier)
 
Die Bronze-Skulptur „Adam und Eva“ steht auf dem Helmut-Steidl-Platz

Rahlstedter Bildhauer Hanno Edelmann mit 89 Jahren gestorben

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Viele Rahlstedter kennen die Skulptur „Adam und Eva“ auf dem Helmut-Steidl-Platz vor dem Cafe Dante. Vielen ist auch sein Schöpfer Hanno Edelmann ein Begriff. Vor wenigen Tagen verstarb der Künstler, der in Oldenfelde sein Atelier hatte, im Alter von 89 Jahren. Der Künstler, der sich weit über Rahlstedt hinaus einen Namen machte, war stets der gegenständlichen Kunst verpflichtet, er schuf zahlreiche großformatige Ölbilder, Plastiken und ein umfangreiches grafisches Werk. 1923 in Rahlstedt geboren, begann er schon früh seinen Lebensweg als Künstler.

Weitgereist

Als Zehnjähriger belegte er bereits Abendkurse im Zeichnen an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 1936 begann er dann eine Architekturlehre, die er später jedoch abbrach. Damals porträtierte er hauptsächlich die Mitarbeiter an ihren Zeichenbrettern. 1937 begann er als Lithographie-Lehrling in einer Kunstdruckerei. Dann kam der Krieg, 1941 wurde Edelmann zur Wehrmacht eingezogen, 1943 geriet er in russische Gefangenschaft. Erst 1947 kehrte er nach Hamburg zurück und begann 1948 an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste mit dem Kunststudium, das er sich durch die Illustration von Büchern finanzierte. An der Hochschule lernte er seine spätere Frau Erika Estag kennen. Mit ihr unternahm er Studienreisen nach Holland und Spanien. Insbesondere in Spanien entstanden viele seiner großformatigen Ölbilder für die er wegen seiner intensiven Farben bekannt wurde. 1960 eröffnet er seine erste große Einzelausstellung im Hamburger Völkerkundemuseum. Bald folgten Ausstellungen auch im europäischen Ausland.
Hanno Edelmann reiste gerne, denn Reisen lieferten ihm immer wieder neue Ideen für sein malerisches Werk. In den 80er Jahren begann er sich aber mehr und mehr der Gestaltung von Skulpturen, insbesondere aus Bronzeguss und der Schaffung von Plastiken zuzuwenden. Heute sind viele seiner Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen zu finden.

Er gestaltete Fenster in der Martin-Luther-Kirche

In Norddeutschland ist Edelmann besonders wegen seiner bemalten Kirchenfenster bekannt, allein 22 Kirchenfenster zieren Hamburger Kirchen, zum Beispiel die Martin-Luther-Kirche in Hamburg-Alsterdorf .
In Rahlstedt sind besonders zwei seiner figürlichen Werke, Adam und Eva, sowie die „Feuermacher“ bekannt. Beide stehen auf Grund von privater Initiative im Stadtteile. 1996 sorgte Herbert Wenzel, der Besitzer des Café Dante dafür, dass Edelmann am Helmut-Steidl-Platz seine Skulptur „Adam und Eva“ präsentieren kann. Seit dieser Zeit blickt das Kunstwerk auf das Markt- und Platzgeschehen. Weitaus weniger präsent im öffentlichen Leben sind die Feuermacher, die auf dem Parkplatz der Firma Brunata gegenüber dem Bahnhof Rahlstedt aufgestellt sind.

Sonderausstellung

Vor kurzem erst ehrte der Verein KulturWerk Rahlstedt den Künstler (wir berichteten). Anlässlich von Edelmanns bevorstehenden 90. Geburtstag gab es eine Sonderausstellung und eine Sonderedition eines bisher ungedruckten Holzschnitts. Zusätzlich erschien ein Begleitkatalog mit einen Überblick über diesen bedeutenden Teil von Edelmanns
Schaffens bot.
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