„Fassade wird saniert“

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Das Wandsbeker Rathaus: die marode Fassade soll 2015 saniert werden Foto: wb

Ritzenhoff in der Bezirksversammlung über das Wandsbeker Rathaus

Von Rainer Glitz 
Wandsbek
Die Bezirksversammlung hat sich mit dem Erscheinungsbild des Wandsbeker Rathauses, auf das die Linke aufmerksam gemacht hatte, befasst. „Die Verwaltung handelt seit 2010“, sagte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff. Es gebe zwei Gutachten über Risse in der Fassade. Im kommenden Jahr werde der Eigentümer das Rathaus sanieren.
Eine breite Front in der Bezirkspolitik gab es in der Debatte zu den Plänen der Volksinitiative „Mehr Demokratie“. „Der Zuschnitt der sieben Bezirke ist nicht gewachsen und nicht immer logisch, hat sich aber bewährt“, betonte Anja Quast, SPD-Fraktionsvorsitzende. Die jetzigen „Tortenstücke“ bedeuteten vergleichbare Verhältnisse. 23 Kleinbezirke hingegen würden eine soziale Zersplitterung und hinderliche Konkurrenz bringen, so Quast und weiter: „Wir bekennen uns zur Einheit von Land und Gemeinde.“ Gleichwohl gebe es Verbesserungsbedarf. Die Bezirke müssten zusätzliche Aufgaben vor Ort übernehmen und die dafür nötigen Ressourcen bekommen, die Bürgerschaft solle das Bezirksverwaltungsgesetz entsprechend überarbeiten. „Das Märchen von Hamburg und seinen 23 Zwergen braucht niemand“, bekräftigte Dennis Paustian-Döscher, Fraktionschef der Grünen. Nur in der bisherigen Struktur könnten große Projekte wie U-Bahnausbau oder Stadtbahn angegangen werden. „Eine gewisse Größe ist nötig, um Politik durchzusetzen“, befand auch Eckard Graage (CDU). Seiner Partei gehe der Antrag jedoch nicht weit genug, weshalb die Fraktion sich enthalte. Dennoch gab es eine deutliche Mehrheit.
Einstimmig angenommen wurde der Antrag, in Wandsbek für 100.000 Euro neue Bäume zu pflanzen.

Bäume pflanzen


„Bäume sind Lebensqualität“, so Ursula Martin von den Grünen. Leider würden mehr Straßenbäume gefällt als nachgepflanzt. Die neuen Bäume sollen an Standorten gepflanzt werden, an denen sie auch eine Chance haben. Wichtig sei die Pflege, die Bürger sollen daran beteiligt werden, etwa in Form von Patenschaften.„Wir müssen hier die Bürger ins Boot holen“, ergänzte Ingo Freund von der SPD. Ziel müsse es sein, für jeden gefällten Baum einen neuen zu pflanzen. Die Linke forderte, abgelehnte private Fällgenehmigungen besser zu überwachen. Die CDU monierte, dass von den 60.000 Bäumen in Wandsbek nur jeder zehnte regelmäßig gepflegt werde, es gebe zu wenig Mittel.
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