Flüchtlingsdorf aus Holz

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Die Pausenhalle der Schule Potsdamer Straße war bei der Infoveranstaltung gut besucht Foto: güb

Unterkünfte für 400 Asylbewerber an Grunewaldstraße Ende 2015 fertig

Rahlstedt Mehr als 100 Anwohner aus dem Bereich Grunewaldstraße und Potsdamer Straße waren in die Schule Potsdamer Straße gekommen. Sie wollten sich darüber informieren, wie die Pläne für die Ansiedlung von Flüchtlingen in den künftigen Häusern auf dem ehemaligen Sportgelände in der Gunewaldstraße aussehen sollen.
Informationen und Erklärungen gab es von Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, Anka Brams von Fördern & Wohnen, Svenja Gugat von der Behörde für Arbeit, Soziales, Integration und Familie sowie von Michael Stempel, ehrenamtlicher Helfer in der Flüchtlingsunterkunft „Gelbes Dorf“ in der Rahlstedter Straße.
„In den ersten Monaten dieses Jahres wurden schon Erstasylanträge vom Bundesamt entgegengenommen. Mindestens 300.000 Flüchtlinge werden in diesem Jahr in Deutschland erwartet“, sagte Ritzenhoff. „Die Zahl kann aber auch noch weit übertroffen werden. In Hamburg brauchen wir weit mehr als 6.000 Plätze für die Flüchtlinge. Rund 50 Prozent von ihnen erden bei uns bleiben“, so Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff weiter.

18 Pavillons


„Es werden in der Grunewaldstraße 18 Holzpavillons gebaut. Davon werden 16,5 Pavillons für die Unterbringung von 400 Flüchtlingen genutzt. In 1,5 Pavillons sind Verwaltung und Gemeinschaftsräume untergebracht. In jedem Pavillon sind sechs Zimmer und jeweils zwei Bäder und Küchen. Es ist vorgesehen, die Pavillons mit 28 Personen zu belegen“, sagte Anka Brams. „Zwei Spielplätze sollen auch errichtet werden, Eine weitere Freifläche kann für Außenaktivitäten genutzt werden“, fügte sie hinzu.

Baubeginn im Mai


Doris Bienek von der SAGA/GWG kündigte an, dass rechtzeitig die Anwohner in Hohenhorst über die Ansiedlung der Flüchtlinge informiert werden. Es sei geplant, mit dem Bau der Flüchtlingshäuser im Mai zu beginnen. Fertigstellung sei voraussichtlich im Dezember 2015.
Runder Tisch geplant
„Wir wollen auch einen runden Tisch für Helfer und Helferinnen einrichten“, sagte Svenja Gugat. „Interessierte können sich rechtzeitig melden“, fügte sie hinzu. „Es ist eine große Hilfe für eine Flüchtlingsunterkunft, wenn sich aus der Bevölkerung Helfer und Helferinnen für eine Integration der Flüchtlinge einsetzen. Im „Gelben Dorf“ in Rahlstedt haben wir die besten Erfahrungen damit gemacht“, betonte Michael Stempel.
In der Diskussionsrunde konnte Moderator Burkhard Plemper viele Fragen der Anwohner entgegennehmen. Die betrafen künftige Parkprobleme während der Bauzeit der Flüchtlingshäuser in den Straßen rundherum, die Herkunftsländer der Flüchtlinge und deren gesundheitliche Betreuung. Ebenso angesprochen wurden die Kinderbetreuung, Schulunterbringung und Stellung von Dolmetschern. (güb)
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