„Formel 1“ fest in Wandsbeker Hand

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Wollen Deutsche Meister in der Junioren-Klasse werden (v. l.): Felix, Antonia, Aron, Anna, Niklas und Lara mit Fachlehrer Andreas Spangenberg vom Matthias-Claudius-Gymnasium Foto: tel

MCG und Grootmoor fahren nach Potsdam

Von Michael Hertel
Wandsbek/Bramfeld
„Sie sind extrem leistungsbereit, harmonieren als Team, sind eloquent und sehr reif für ihr Alter“. Die Lobeshymne vom zuständigen Fachlehrer Andreas Spangenberg (49; Physik, Mathe, Informatik) ging runter wie Öl. Antonia Daneshian, Lara Schmudlach, Anna Pitch, Niklas Simakov, Aron Grimmer (alle 14) und Felix Lange (13) sind das erste Team, das bei dem multi-disziplinären, internationalen Technologiewettbewerb „Formel 1 in der Schule“ für das Wandsbeker Matthias-Claudius-Gymnasium (MCG) den Titel eines Hamburger Meisters (Junioren-Klasse) erringen konnte. Entscheidend bei dem Wettbewerb ist die Teamleistung aus Konstruktion, Fertigung, Reaktionszeit, Fahrzeuggeschwindigkeit, Businessplan und Präsentation. Bei „MC Gravity“ stimmten Technik und Performance: der Info-Stand (in der Messehalle Schnelsen), die Präsentation, die Unterstützung durch Sponsoren wie des Haspa-Finanz-Centers Wandsbek, des Kuchenherstellers Kemm oder des Baukonzerns Otto Wulff und schließlich das Produkt selbst: Der kleine „Formel 1“-Renner, ein mit eigener Software entwickeltes, rund 18 Zentimeter langes Fahrzeug aus Balsaholz, angetrieben durch eine Gaspatrone, präsentierte sich auf der Meisterschaft unter 37 Teams als schnellstes Fahrzeug auf der Messstrecke (20 Meter). Der gewonnene Titel berechtigt zum Start bei der Deutschen Meisterschaft am 29. und 30. April in Potsdam.

F1-Tradition


Ebenfalls zur Deutschen Meisterschaft nach Potsdam fährt das Team „Axiom Racing“ vom Gymnasium Grootmoor (Bramfeld), das in der Senioren-Klasse die Stadtmeisterschaft gewinnen konnte. „An unserer Schule gibt es eine lange F1-Tradition. Wir konnten auf den Erfahrungen von drei erfolgreichen Wettbewerbsteams aufbauen“, berichtet Teammanagerin Jonna Sophie Schmude. Das „Axiom“-Team verfügt über hochkarätige Sponsoren, darunter ExxonMobil und den Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Große Unterstützung bei der Konstruktion des Autos gaben auch die Aerodynamik-Spezialisten der TU Hamburg-Harburg. Das „axiom“-Team will in Potsdam unbedingt ein Ticket zur diesjährigen F1-WM in Texas ergattern.

„Energetic Racing“


Auf dem zweiten Platz bei den Senioren landete mit „Energetic Racing“ebenfalls eine Mannschaft vom Grootmoor: Susi Flick, Tom Reinecke, Amelie Restorff, Henri Schneemann, Nils von Glischinski, Elisa Maehl und Paul Stammer bilden mit zwei zusätzlichen „Supportern“ ein großes Team, wobei die Jungs bereits Formel-1-Erfahrungen aus dem Vorjahr (8. Platz im Landeswettbewerb) mitbrachten. „Das große Team hat den Vorteil, dass man viele Aufgaben verteilen und angehen kann“, berichtet Teamleiterin Susi Flick (16). Chefkonstrukteur ist Tom Reinecke (15), der - so Susi - nicht nur in Physik eine Leuchte ist sondern auch leidenschaftlich gern bastelt. „Energetic“, das u. a. die Kravag-Versicherung, Lehmann Automobile aus Wellingsbüttel und das Hansewerk als Sponsoren gewonnen hat, hofft auf einen Platz unter den ersten Fünf in Potsdam.
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