Fotografieren statt Knipsen

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Abgecheckt

Digital. Nahezu alles, was früher ohne Technik funktioniert hat, ist heute digitalisiert. So auch die Kamera. Gleichzeitig jedoch,  wendet sich eine Generation von gerade diesen technischen Fortschritten ab und greift lieber zur guten, alten analogen Kamera. „Es sind die jungen Leute, die sich wieder für die analoge Fotografie interessieren“, sagt Berner Mayan von Kodak Deutschland. „Sie wurden in das digitale Zeitalter geboren und hatten die Berührungspunkte bisher nicht. Deshalb wollen sie die analoge Fotografie kennenlernen.“
Besser hätte ich es nicht formulieren können. Das bloße auf den Auslöser drücken ist öde. Viel mehr interessiert mich, was beim Fotografieren tatsächlich passiert.Wie gut, dass ich einen Opa habe, der jede Menge Ahnung hat, was Kameras und deren Funktion angeht. Noch besser ist allerdings, dass er mir seine schöne analoge Kamera geschenkt hat.
Analog zu fotografieren fühlt sich vollkommen anders an, als auf den Auslöser zu drücken und wahllos herumzuknipsen. Man fotografiert bewusster. Denn während auf einer Speicherkarte Platz für Tausende von Bildern ist, ist ein Kleinbildfilm auf 36 Bilder beschränkt.
Man sollte sich also, bevor man ein Objekt fotografiert, genau überlegen, aus welcher Perspektive es am besten wirkt. Auf die Schärfe und Belichtung ist ebenfalls zu achten.
Ob Jungfotografen, Künstler oder schlicht und einfach neugierige Experimentierfreudige- das wachsende Interesse an der analogen Fotografie zeigt sich in den Verkaufszahlen von Filmen und Filmentwicklung. „Die Negativentwicklung ist von 2010 auf 2011 um 18 Prozent gestiegen“, sagt ein Sprecher vom Open Eyes Fotolabor. Dieser Retro- Trend zeige sich auch in den Verkaufszahlen der Filme von Kodak. „Die Nachfrage nach Profi- Filmen ist um 20 Prozent gestiegen“, sagt Mayan von Kodak Deutschland. Mirko Böddecker von Adox Fotowerke GmbH, spricht ebenfalls von einem wachsenden Segment des analogen Marktes. „Die Menschen wollen Bilder zum Anfassen, keine Computerdateien.“Jedes mal, wenn ich meine Fotos zum Entwickeln bringe, freue ich mich auf das Ergebnis. Die Fotos danach zu verschenken oder sie einzurahmen ist viel schöner, als eine Festplatte von Millionen von vergessenen Bildern.
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