Fotos, über die man stolpert

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Auf Fotos dokumentiert die Ausstellung, wo sich in Steilshoop überall kritische Stellen finden Foto: Roggenbach

Steilshooper Senioren dokumentieren Hürden im Stadtteil

Von Hendrik Wonsak
Steilshoop
Unebene Gehwege und schlechter Straßenbelag sind nur zwei Beispiele für alltägliche Bewegungseinschränkungen, gegen die Seniorinnen und Senioren aus Steilshoop schon seit 2009 versuchen vorzugehen. Nachdem verschiedene Aktionen und Initiativen nicht die gewünschten Veränderungen mit sich brachten, macht eine zwölfköpfige Gruppe nun mithilfe einer Foto-Ausstellung im Einkaufszentrum Steilshoop (EKZ) auf die Brisanz des Themas aufmerksam. Mit Erfolg, wie es scheint. „Bisher wird die Ausstellung sehr gut angenommen”, berichtet Beatrice Roggenbach, Mit-Initiatorin und Leiterin des Quartierprojekts Q8. Auch die Alsterdorfer Assistenz Ost und das Haus der Nachbarschaft e.V. sind an der Aktion beteiligt. Rund 70 Besucher nahmen zur Eröffnung an einer regen Diskussionsrunde mit Vertretern des Bezirks, Mitgliedern der veranstaltenden Arbeitsgruppe und Vertretern aus der Wohnungswirtschaft teil. „Schon während der Aufbauarbeiten wurde uns klar, wie brisant das Thema ist. Viele Passanten berichteten uns von ihren jüngsten Unfällen”, sagt Roggenbach. Neben einer Fotoausstellung und einem Rollator-Simulator gibt es auch einen eigenen Kummerkasten, der als Meldesystem für Stolperfallen fungieren soll. Besonders dieser verdeutlicht, so Roggenbach, dass nicht nur Senioren unter Stolperfallen leiden. „Wir müssen den Kasten immer wieder entleeren, damit weitere Meldungen hineinpassen”, sagt sie. Die langjährigen Forderungen der Bürgerinnen und Bürger, dass etwas getan werden müsse, scheinen nun auf offene Ohren zu stoßen. Ein Sprecher des Bezirks stellte Instandsetzungsmaßnahmen in Aussicht. Im September dieses Jahres soll damit begonnen werden, zwei Straßenzüge in Steilshoop von Grund auf zu sanieren. Die Arbeiten am Edwin-Scharf-Ring und am Fritz-Flinte-Ring sollen dafür sorgen, dass die beiden Straßen in Zukunft sicherer und zugänglicher sind, sodass der alltägliche Weg zum Supermarkt nicht mehr zum Risiko werden kann. Schon jetzt, kurz nach der Eröffnung, sieht die veranstaltende Arbeitsgruppe die Ausstellung als Erfolg an. „Steilshoop soll zwar schöner werden, aber vor allen Dingen gefahrloser”, fordert Rentnerin Marlis G. Bis zum 16. April gastiert die Ausstellung im Foyer des EKZ, Schreyerring 26.
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