Fridas Freiluft-Galerie in Hamburg

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Frida Weißgerber kommt seit über 15 Jahren in ihren Kleingarten. Die vielen schönen Blumen erinnern sie an ihre Kindheit Fotos: kg

Frida Weißgerber aus Berne hat Keramikfiguren in ihrem Kleingarten

Von Karen Grell
Hamburg. Die Parzelle 262 im Kleingartenverein Am Knill in Berne ist der Garten von Frida und Celestin Weißgerber. Und ein ganz besonderer. Neben den bunten Blumen und Stauden hat das Ehepaar Keramik-Figuren in ihrer kleinen Oase im Gartenverein Am Knill ausgestellt. Sie haben sie auf ihren Reisen nach Osteuropa und Asien über viele Jahre gesammelt.

Elfen und Schafe

Wie bei einer Vernissage reiht sich ein Kunstwerk an das andere. Kleine Schafe, Zwerge mit Stupsnasen, Rehe und Frösche, dazu Lampen aus Keramik, bunte Vögel, Elfen und Störche – man könnte Stunden dort in der Parzelle 262 verbringen und würde mit Sicherheit immer wieder etwas Neues entdecken. Sie stehen in den Beeten, hängen in den Büschen und Bäumen und bevölkern auch das Gartenhaus. Mehrere Hundert werden es schon sein, meint Frida.
Über 15 Jahre kommen Frida und Celestin Weißgerber schon aus der nahegelegenen Wohnung im Viertel in ihren Garten und verbringen hier den ganzen Sommer zwischen blühenden Hortensien und lachenden Gartenzwergen. „Wir sind jetzt Rentner und haben heute viel Zeit“, sagt die fröhliche Frida, die ursprünglich aus Kasachstan stammt und aus ihrer Kindheit bereits die großen Gärten mit Gemüse und wunderschönen Blumen kennt. „Wir hatten ein riesiges Holzhaus“, erinnert sich die jetzt 77-Jährige, „da haben wir jede Menge angebaut und uns selbst versorgt“. Damals, bevor sie nach Deutschland kamen. Die Kinder und Enkel leben heute alle in Hamburg und kommen gern zu Oma und Opa in den Garten in Berne.

Info:
Die Kleingartenbewegung feiert in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag. Die ersten Gärten wurden in Kappeln an der Schlei gegründet. Der Kappelner Pastor Christian Friedrich Heinrich Schröder (1744 – 1818) gilt als Begründer des vereinsmäßig organisierten Kleingartenwesens.
In Hamburg gibt es heute auf einer eine Fläche von 14 Millionen Quadratmetern etwa 34.000 Schrebergärten, die von rund 45.000 Mitgliedern aus 311 Vereinen beackert werden. Die meisten Kleingärtner (8950) der Hansestadt leben im Bezirk Wandsbek. Dort gibt es 71 Kleingartenvereine mit rund 7200 Parzellen. (je/wb)
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