Frühstück mit TV- Moderator und Kita-Kindern in Wandsbek

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Emma (v.r.), Sophie, Liliane, Julien, Johann und Mathilde haben zusammen mit dem Kika-Moderator Johannes Büchs ein gesundes Frühstück selber gemacht Foto: Grell

Gesund und wenig Abfall: Kika-Mann zeigt, wie das geht

Von Karen Grell
Wandsbek
Wie kann man ein leckeres Frühstück zubereiten und dabei so wenig Abfall wie möglich hinterlassen? In der Kita Rantzaustraße in Wandsbek war KIKA-Moderator Johannes Büchs zu Besuch, um mit den Kindern ein gesundes Frühstück zuzubereiten und dabei möglichst keinen Müll zu hinterlassen. Gar nicht so schwer, meinten die Kinder, die gleich noch viele andere Ideen hatten, wie möglichst wenig im Alltag in der Tonne landen muss. „Wir verkaufen Kleidung, die uns nicht mehr passt auf dem Flohmarkt oder verschenken sie“, lacht Sophie. Johann hat die interessante Idee, man solle das Gericht, das man nicht mag, auf keinen Fall ausspucken, sondern lieber beim nächsten Mal gar nicht erst zu sich nehmen. Das Projekt „Die Mülldetektive – Kita-Kinder werden aktiv“ von der Umweltstiftung „Save Our Future“ organisiert, spricht Kitas in ganz Deutschland an und ruft dazu auf, sich an einem Aktionstag gegen Wegwerfplastik und für mehr Ressourcenschutz einzusetzen. Zusammen mit dem Moderator Johannes Büchs wurde in der Rantzaustraße deshalb ein „müllarmes“-Frühstück in der eigenen Küche zubereitet. Joghurt selber machen, Getreide aus einem großen Sack mit einer Flockenquetsche mahlen und frischen Tee mit Minze aus dem eigenen Garten brauen – so spart die Kita Plastikverpackungen und sogar über 30 Plastikbecher pro Woche ein.

Gesundes auf dem Speiseplan


Doch auch vor dem Besuch des Moderators war die Kita Rantzaustraße schon seit vielen Jahren in Sachen Müllvermeidung aktiv. „Wir stellen seit Langem unseren eigenen Brotaufstrich her und produzieren auch Frischkäse“, erklärt Kita-Leiterin Heike Cardenal. Die Kinder bauen im Garten selber Obst und Gemüse an, essen nur einmal in der Woche Fleisch, machen Ausflüge zum Biobauern, um zu sehen wo ihre Lebensmittel herkommen. „Spielzeuge werden der Kita übrigens geschenkt oder repariert und sind möglichst Plastik frei“, sagt Erzieherin Carla Frist. Auch die Eltern seien sehr offen für dieses Konzept und unterstützen die Einrichtung mit kreativen Ideen. Für die Kinder scheint es selbstverständlich zu sein, auch ihre eigenen Spielsachen weiterzureichen. „Ich hab auch schon mal meine Schuhe verschenkt“, lacht Emma, die auch immer eine Stofftasche benutzt, wenn sie mit ihrer Familie einkaufen geht. An der Getreidemühle bildet sich an diesem Morgen schnell eine Schlange, denn jeder will sie einmal ausprobieren. „Plastikmüll – das muss nicht sein“, betont Johann und damit ist die Kita Rantzaustraße auf jeden Fall ein absolutes Vorbild.
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