„Für mehr Miteinander“

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Olaf Schweppe (45) auf dem Dach des Jenfeld-Hauses Foto: Privat

2014: Was sich Olaf Schweppe vom Jenfeld-Haus wünscht

Von Mathias Sichting
Das neue Jahr ist noch jung. Zeit, auf Vergangenes zurückzublicken und Ausblicke zu wagen. In den Stadtteilen ist das Hamburger WochenBlatt auch 2014 für Leser und Partner vor Ort. Olaf Schweppe, Geschäftsführer des Kulturzentrums Jenfeld-Haus, stand der Redaktion zum Jahresbeginn Frage und Antwort:

WB: Was war die schönste Nachricht aus Ihrem Stadtteil im Jahr 2013?
Olaf Schweppe: „2013 kann man als besondere Aktion herausheben, dass es gemeinsam mit viel ehrenamtlichem Engagement gelungen ist, fast zehn Kubikmeter Erdreich zu bewegen: Wir haben den Vorgarten der Weißen Villa aufgeklart. Der alte Boden wurde ausgekoffert und anschließend neue Muttererde eingefüllt. Wir haben Rasen gesät und Sträucher gepflanzt. Jetzt kann man sich fast täglich an der neuen Ordnung erfreuen. Kleiner Nebeneffekt: Es bringt mehr Spaß, das kleine Areal regelmäßig sauber zu halten. Geholfen hatten uns Menschen von 35 bis über 70 Jahren – jeder so gut er konnte. Ein Glanzlicht der Bürgerbeteiligung.”

WB: Welches war im vergangenen Jahr die traurigste Nachricht?
Olaf Schweppe: „Dass auch Menschen aus dem direkten Umfeld der Arbeit ihre Partner verloren haben und man selbst nicht immer zur Stelle ist, um deren Last ein Stück mitzutragen. Ein Stadtteil lebt von diesen persönlichen Verbindungen und der Anteilnahme, die wir einander erbringen.”

WB: Was wünschen Sie sich für Ihr Quartier für 2014?
Olaf Schweppe: „Noch mehr Inhalte, weiterhin fruchtbare Gespräche auf Augenhöhe und Freude an den kleinen Dingen. Noch mehr Konzentration auf das Miteinander. Weniger Mails an x-beliebige Verteiler, sondern die Rückbesinnung auf die direkte und diskrete Ansprache. Weniger Getuschel und düstere Worte. Die Kooperation mit der Jenfelder Kaffeekanne, der Kulturinitiative Jenfeld oder mit den Straßensozialarbeitern war ausgezeichnet und wird hoffentlich ebenso in 2014 von Vertrauen und guten Ideen getragen.”
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