Gegen geballten Protest

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Landesschulrat zur Schließung der Schule Lienaustraße

Von Michael Hertel
Berne
Der Schulstandort Lienaustraße der Grundschule Karlshöhe (Bramfeld) wird zum Ende des laufenden Schuljahres geschlossen. Eine entsprechende Presseerklärung gab die Schulbehörde am vergangenen Donnerstag heraus, nur Stunden bevor Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack (Foto) in einer öffentlichen Elternratssitzung zur Zukunft der Berner Grundschule Stellung nahm. Entsprechend aufgeheizt war die Stimmung unter den rund 170 Berner Bürgern in der Schulturnhalle an der Lienaustraße. Bezirksabgeordnete von SPD, CDU, Grünen und Linken kritisierten die Senatsentscheidung scharf. Zuvor hatte Bernes SPD-Vorsitzende Monika Hauto in einem offenen Brief an den Ersten Bürgermeister ihrem Unverständnis „mit zunehmendem Entsetzen über das glücklose Agieren von Senat und Schulbehörde“ in Sachen Schulstandort Berne Luft gemacht.
Der Landesschulrat begründete die Schließung des Schulstandortes in Berne mit den zu geringen Schülerzahlen in dem Stadtteil. Zudem müsste die Schule, um wieder zweizügig betrieben werden können, für 4,5 bis sechs Millionen Euro saniert werden. Man wolle keinen Leerstand, den Standort aber auch nicht aufgeben, sondern nur zwischenzeitlich anders nutzen. Altenburg-Hack nannte die Unterbringung von Flüchtlingen als eine Möglichkeit. „Das ist doch längst entschieden“, schallte es ihm aus dem Publikum entgegen. Elternratsvorstand und Elternvertreter erklärten, der Senat arbeite in seiner Presseerklärung teilweise mit falschen Zahlen. Niels Schulze, Sprecher der Elterninitiative: „Wir Eltern wurden ein Jahr lang vom Senat verarscht. Man hat erst noch eine Wahl abgewartet. Die Kinder werden jetzt dafür bestraft, dass die Behörde ein Jahrzehnt nicht in diese Schule investiert hat.“ Schulze kündigte an, dass die Eltern den Kampf um den Schulstandort nicht aufgeben würden, sondern über die Einleitung eines Bürgerbegehrens nachdächten. Die Grundschule hat insgesamt drei Standorte. Neben den Klassenräumen an der Lienaustraße und an der Straße Thomas-Mann-Straße gibt es auch noch Räume am Hohnerkamp.
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