Gelbe Engel in Hamburg mal anders

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Die Prefects am Gymnasium Rahlstedt sind an ihren gelben Jacken zu erkennen Foto: wb

„Prefects“ sind am Gymnasium Rahlstedt im Einsatz

Von Matthias Holm
Hamburg. Es ist schon ein sehr auffälliges Bild, wenn zwei Schüler in den gleichen gelben Pulloverjacken über den Schulhof gehen. Auf ihrem Rücken ist das Schullogo zu sehen, sowie der Slogan „We for you“ (Wir für dich). Die gelben Jacken helfen den anderen Schülern zu erkennen: Das sind Prefects, die Streitschlichter und Eventmanager. Beides haben sie bei einer viertägigen Ausbildung gelernt.

Ab der achten Klasse

Seit über fünf Jahren läuft das das Projekt am Gymnasium Rahlstedt. Die Prefects – frei nach den Präfekten, Leuten, die Aufgaben übernehmen – sind eine kleine Gruppe ausgesuchter Schüler ab der achten Klasse. Sie veranstalten Feiern, organisieren Kuchenverkäufe und schlichten in den Pausen Konflikte zwischen den Schülern. Das Motto der Gruppe: „We for you.“ Vor allem die Organisation von verschiedenen Events reizt immer mehr Schüler, sich den Prefects anzuschließen. „Momentan sind wir ungefähr 30 Leute, die voll engagiert bei der Sache sind“, sagt Lehrer Jörg Gerlach, der zusammen mit Kollegin Antje Kirchbauer die Prefect-Treffen leitet. Schüler, die nur auf ein Zertifikat aus sind, werden nicht geduldet: „Wer drei Mal unentschuldigt bei den Treffen fehlt, ist kein Prefect mehr.“ Zuverlässigkeit ist eine Voraussetzung, um in die Gruppe aufgenommen zu werden.
Die Treffen werden von den Schülern selbst organisiert, die Lehrer sind im Grunde nur dazu da, Gedanken und Ideen anzuregen. Denn Feedback oder gar Verbesserungsvorschläge zu einzelnen Punkten oder Events kommen aus der Gruppe selbst. Diejenigen, die sich voll für ihre Aufgaben engagieren, sagen sogar selbst, dass in diesem Jahr besonders viele Projekte gut klappen und sich das Gruppenklima deutlich verbessert hat. Im Laufe der fünf Jahre haben sich innerhalb der Prefects kleine Expertengruppen gebildet: So gibt es Schüler, die Fotos machen, die dann auf der Website der Schule erscheinen, eine kleine Gruppe kümmert sich um die Werbung für die ganzen Events und die Catering-Experten bekommen sogar schon Angebote, bei Veranstaltungen außerhalb des Schulalltags zu helfen. Geld, das bei Veranstaltungen eingenommen wird, kommt in eine Prefect-Kasse und wird in zukünftige Projekte investiert.
Schuldirektor Volker Wolter, unterstützt die „gelben Helfern“ gern. „Die Prefects sind ziemlich wichtig geworden, sie sind vor allem für unsere jüngeren Schüler eine wichtige Anlaufstelle“, sagt er. Für das laufende Schuljahr gibt es auch schon eine neue Idee: Einige Prefects möchten einen kleinen Autoren-Wettbewerb auf die Beine stellen.
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