Gesucht: 688 „Stadtrandritter“ in Hamburg

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Nils Mohl (links) und Olaf Schweppe bei der Vorleseaktion auf dem Dach des Jenfeld-Hauses Fotos: je
Von Martin Jenssen
Hamburg. Was für eine wunderbare Bühne für ein kleines literarisches Ereignis. In luftiger Höhe las Olaf Schweppe, Leiter des Jenfeld-Hauses, eine Seite aus dem Jenfelder Jugendroman „Stadtrandritter“ vor. Gefilmt wurde er dabei von dem Autor Nils Mohl.
Es war eine Aktion für ein weltweit einmaliges Internetprojekt. Der Schriftsteller Nils Mohl möchte, dass die 688 Seiten seines Jugendromans von 688 verschiedenen Menschen an 688 unterschiedlichen Orten vorgelesen wird. Sollte das klappen, können sich die Nutzer des Internets den Roman von 688 unterschiedlichen Stimmen vorlesen lassen.
Am Ende ist diese Vorleseaktion auch ein interessantes Filmprojekt und mit Sicherheit ein Fall für das Guinness-Buch der Rekorde. Die gelesenen Abschnitte – es sind inzwischen etwa 50 Seiten - sind über wwwnilsmohl.de/deinclip abrufbar. Noch werden über 600 Vorleser gesucht.

Seite aussuchen, lesen, filmen, hochladen

Wer Spaß an dem Buch von Nils Mohl und Freude am Vorlesen hat, ist aufgerufen, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Jeder Vorleser kann sich eine Seite, die noch nicht vergeben ist, aussuchen. Beim Vorlesen müsste sich der Akteur von Bekannten oder Freunden filmen lassen. Danach kann die Seite dann in das Buchprojekt eingefügt
werden.
Es winkt eine schöne Belohnung. Der Vorleser bekommt die von ihm vorgelesene Seite aus dem handschriftlich geschriebenen Manuskript vom Autor geschenkt.

Olaf Schweppe liest die Seite 216

Vergeben an Olaf Schweppe ist jetzt die Seite 216 aus den „Stadtrandrittern“. Gut ausgesucht, denn auf dieser Seite wird das Jenfeld-Haus als „Kulturhaus“ in den Roman eingebunden. Im stilvollen Rahmen fand die Lesung statt - auf dem bepflanzten Dach des Jenfeld-Hauses mit einem herrlichen Ausblick über die Dächer von Jenfeld.
Für seine Jugendromane „Es war einmal Indianerland“ und „Stadtrandritter“, die im Rowohlt Verlag erschienen sind, wurde der Jenfelder Schriftsteller bereits mit zahlreichen Preisen, unter anderem dem „Deutschen Jugendliteraturpreis“ und
dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet.
Ein neuer Roman von Nils Mohl ist gerade abgeschlossen. Er wird unter dem Titel „Mogel“ im Herbst erscheinen. Es geht in dem Roman um die Problematik des Erwachsenwerdens am Rande einer großen Stadt. Barsbüttel und Jenfeld gehören zu den Handlungsorten.

Mehr zum Projekt unter nilsmohl.de/deinclip
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