Gewalt an Hamburger Schulen: Behörde veröffentlicht Zahlen

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Wo es seit Anfang 2013 die meisten Vorfälle gab und wo die Schulen Hilfe bekommen können

Von Anfang 2013 bis Anfang April 2014 wurden in Hamburg 44 Vorfälle von gefährlicher Körperverletzung an 32 Schulen gemeldet.
Dies teilte am Freitag die Hamburger Schulbehörde mit. Nicht ganz freiwillig, sondern weil es eine Anfrage eines Printmediums gegeben habe und man durch das Pressegesetz dazu gezwungen sei.

"Oft spiegeln diese Zahlen keineswegs eine hohe Gewaltbereitschaft von Schülerinnen und Schülern an einer Schule wider, sondern sie geben vielmehr Aufschluss darüber, wie genau Lehrkräfte hinsehen und wie sorgfältig sie ihren Meldepflichten nachkommen", so Behördensprecher Peter Albrecht. Höhere Zahlen an einzelnen Schulen können deshalb durchaus auch darauf hindeuten, dass Lehrkräfte ihren Aufsichtspflichten besonders gut nachkommen.
Er warnte vor einer Stigmatisierung.

Die Taten - zum Beispiel Schläge mit Stöcken, Attacken mit Glasscherben - verteilen sich wie folgt auf die Schulen der sieben Hamburger Bezirke:

· Hamburg-Mitte 11 gefährliche Körperverletzungen (52.592 Schüler/innen in 2012/13)
· Altona 5 gefährliche Körperverletzungen (31.424 Schüler/innen)
· Eimsbüttel 4 gefährliche Körperverletzungen (30.713 Schüler/innen)
· Hamburg-Nord 5 gefährliche Körperverletzungen (35.269 Schüler/innen)
· Wandsbek 10 gefährliche Körperverletzungen (50.946 Schüler/innen)
· Bergedorf 6 gefährliche Körperverletzungen (20.488 Schüler/innen)
· Harburg 3 gefährliche Körperverletzungen (19.752 Schüler/innen)

Tendenzen oder Zusammenhänge mit bestimmten Quartieren seien hieraus nicht abzuleiten.

Insgesamt zeigt die Statistik, dass die Zahl der Vorfälle mit gefährlicher Körperverletzung im Verhältnis zu rund 220.000 Schülerinnen und Schülern auf den staatlichen Hamburger Schulen gering ist. I
In Krisen und Konfliktsituationen kann die Beratungsstelle
Gewaltprävention der Schulbehörde helfen.

Das 16-köpfige Team unter der Leitung von Dr. Christian Böhm berät Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Krisen und Konflikten und unterstützt die Betroffenen bei der Einleitung pädagogischer sowie juristischer und polizeilicher Maßnahmen. Öffentlich bekannt geworden ist beispielsweise der Einsatz des Präventionsteams an der Schule Gymnasium Allee Altona, nachdem ein Mitschüler während eines Auslandsschuljahrs in den USA erschossen wurde.

Beratungsstelle Gewaltprävention der Schulbehörde:
www.hamburg.de/gewaltpraevention
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