Glückwunsch, TuS Berne!

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Jürgen Mantell vom HSB (v.l.), Paul-Georg Hecker vom Bürgerverein Farmsen-Berne, Staatsministerin Aydan Özoguz, Hans-Joachim Pütjer, Vorsitzender des TuS Berne, Sportsenator Michael Neumann und Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff Foto: Glitz

Zum 90. Jubiläum gab sich auch Sportsenator Neumann die Ehre

Von Rainer Glitz
Hamburg. Der Himmel strahlt in den Vereinsfarben blau-weiß, das Vereinszentrum in der Berner Allee ist mit Ballons geschmückt. Während sich die Nachwuchskicker des TuS Berne auf ihr Spiel auf dem Kunstrasen vorbereiten, beginnt im Haus eine kleine Feierstunde zum 90. Geburtstag des traditionsreichen Sportvereins. Mit dabei am vergangenen Sonnabend auch Prominenz aus Politik und Sport.
Am 17. Mai 1924 versammelten sich 24 Sportbegeisterte in einem Kuhstall, um den Berner Turnverein zu gründen – den heutigen TuS Berne. Fußball, Turnen und Handball bestimmten damals den Sportbetrieb. Heute betreiben 3.521 Mitglieder insgesamt 36 Sportarten. Rund 350 Trainer und Betreuer sind ehrenamtlich tätig.
„Ohne die Ehrenamtlichen geht gar nichts“, betonte Hans-Joachim Pütjer, Vorsitzender des TuS Berne. Mit der Zeit habe sich das Vereinsleben geändert. Es sei zusehends schwierig, Freiwillige zu finden, Sport werde oft als Lärm empfunden und die Finanzierung der Hamburger Vereine sei unzureichend, so Pütjer.
Ordentliche Duschen und Hallentemperaturen über 14 Grad im Winter seien wichtiger als eine Olympiabewerbung der Stadt. „Die Vereine sind der Herzschlag der Bezirke“, betonte der Vorsitzende des TuS Berne. Ein Integrationsmodell, das Fairness und Gemeinsamkeit vermittle. Dies verdiene Beachtung durch die Stadt, auch finanziell.

„Kompliment an die Sportstadt“

„Wir haben bereits viel unternommen“, konterte Hamburgs Sportsenator Michael Neumann. 20 Millionen Euro seien in den vergangenen Jahren für die Sportvereine ausgegeben worden, etwa für Kunstrasen. 150 Hallen würden gerade saniert, 28 neue seien geplant. Neumann verteidigte eine mögliche Olympiabewerbung. „Das ist ein Kompliment an die Sportstadt Hamburg“, so der SPD-Politiker aus Oldenfelde. Die Sportanlagen kämen auch den Vereinen zu Gute.
„Die Vereinsgründer waren schlau, sie haben die Sportstätten selbst finanziert“, betonte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff. So sei für den jungen Stadtteil ein Stück Heimat entstanden.
Der TuS Berne stehe auch für Integration oder Seniorenarbeit, sagte Jürgen Mantell vom Hamburger Sportbund. Der Bürgerverein Farmsen-Berne überreichte zum Jubiläum eine Spende. (rg)
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