Großsiedlung Steilshoop: Appelhoff-Investitionen haben sich ausgezahlt

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Idyllisch: Am Appelhoffweiher ist in den vergangenen zehn Jahren viel gemacht worden Foto: tel

Vier Millionen Euro kostete die Quartiersaufwertung. Jetzt Ende der Förderung

Von Michael Hertel
Steilshoop
„Die Bilanz der Förderung ist aus meiner Sicht positiv: Das Quartier wurde erheblich aufgewertet und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bewohner gestärkt“, sagt Sandro Kappe, Vorsitzender des Stadtteilbeirates Appelhoff. Das Quartier mit seinen knapp 4.000 Einwohnern südlich der Großsiedlung Steilshoop, das vor Ort auch unter „Alt Steilshoop“ firmiert, ist zum Jahresende 2015 aus der „RISE“-Förderung herausgefallen. Nach Informationen des Bezirksamtes Wandsbek flossen zwischen 2006 und 2015 insgesamt rund vier Millionen Euro in das Quartier, davon etwa zwei Mio. Euro „RISE“-Mittel, rund 1,2 Mio. Euro weitere öffentliche Gelder sowie rund 800.000 Euro Mittel aus privater Hand.
Jetzt muss Appelhoff sozusagen auf eigenen Füßen weiter laufen. Abgesehen von 5.000 Euro Fördermitteln für verschiedene Projekte in diesem Jahr, über die auf der Bezirksversammlung kommende Woche beschlossen werden soll.
Die Förderung geht auf die ersten Jahre nach der Jahrtausendwende zurück, als das Bezirksamt Wandsbek in der Siedlung soziale Defizite erkannte und ein Handlungskonzept erstellen ließ. Im Jahr 2006 wurde Appelhoff in das Senatsprogramm „Aktive Stadtentwicklung 2005-2008“ aufgenommen, 2009 dann in das neue „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“ („RISE“).
Als Bindeglied zwischen Behörden und Bewohnern wurde der Stadtteilbeirat gegründet. Aktive und ehrenamtliche Teilnahme der Bewohner war denn auch ein wichtiges Element für den Erfolg der unterschiedlichen Maßnahmen. So wurden in Sachen Wohnumfeldverbesserung beispielsweise Eingangsbereiche durch mehr Grün aufgewertet sowie vor allem Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche geschaffen.
Auch größere Baumaßnahmen wie die Umgestaltung des Pausenhofes der Grundschule Appelhoff und seine Öffnung auch außerhalb der Schulzeiten hinterließen deutliche Spuren. Am Appelhofweiher entstand ein attraktiver Treffpunkt für Jung und Alt inklusive Fitnessgeräte-Parcours, Grillplatz, Schachfeld und Bootshaus. „Ohne den Verein ‚Freundeskreis Appelhoffweiher‘ mit Anastasia Dora an der Spitze würde das wohl alles nicht so laufen“, meint Kappe. Zuletzt kam 2013 noch der große Dschungelspielplatz mit Bolzplatz und Riesenrutsche an der Steilshooper Straße dazu. Abschied nehmen mussten die Appelhoffer zum neuen Jahr von Alexandra Quast (Lawaetz-Stiftung), die jeden Montag zur Stadtteilsprechstunde einlud. Durch das Auslaufen der Mittel fiel diese Stelle weg. Zum Gesamtpaket Appellhoff gehören aber auch der gedruckte Newsletter sowie die Internetseite www.appelhoffweiher.de. Um diese und weitere Aktivitäten auch künftig aufrecht erhalten zu können, wird die Bezirksversammlung einen Zuschuss von 5000 Euro gewähren, so hoffen die „Appelhoffer“.
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