Grüne Energie für Rahlstedt

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Der neue Gasmotor soll mit einer Effizienz von 100 Prozent arbeiten Fotos: Glitz

Neues Blockheizkraftwerk geht in Betrieb

Von Rainer Glitz
Hohenhorst. Der Star des Tages ist froschgrün, zehn Meter lang und wiegt 26 Tonnen. Es ist ein riesiger, mit Bio-Erdgas betriebener Motor, der künftig in der Schöneberger Straße Strom und Wärme für 4.500 Haushalte produziert. Hamburgs Umweltsenatorin Jutta Blankau und Vertreter von E.on Hanse haben gemeinsam den symbolischen roten Knopf gedrückt. Und sofort ist ein lautes Heulen aus dem Gebäude aus den 60er Jahren zu hören. 44 Prozent elektrischen Wirkungsgrad hat das Zwei-Megawatt-Blockheizkraftwerk in Hohenhorst. Doch die Erzeugung von Strom ist nicht alles. Es wird auch Fernwärme gewonnen, eine große Wärmepumpe erhöht den Wirkungsgrad auf nahezu 100 Prozent. Und: Das Blockheizkraftwerk reduziert den Kohlendioxid-Ausstoß nach Angaben von E.on um 62 Prozent.
„Blockheizkraftwerke sind besonders effizient und produzieren Energie unabhängig von Wind und Wetter“, sagte Umweltsenatorin Jutta Blankau und ergänzte: „Die Energiewende lebt von solchen Projeten mit zuverlässigen Partnern.“  

1,5 Millionen investiert

Die Anlage in Hohenhorst sei ein Musterbeispiel. E.on habe sich Ende 2011 verpflichtet, in den kommenden Jahren 25 Millionen Euro in diese Technik zu investieren. „Wir haben uns extra den heißesten Tag des Jahres ausgesucht, um ein Heizkraftwerk in Betrieb zu nehmen“, scherzte Udo Bottländer, Mitglied des Vorstandes. Sein Unternehmen unterstütze das Energiekonzept des Senates, sich strategisch an den Energienetzen zu beteiligen und gleichzeitig die Kraft-Wärme-Kopplung auszubauen. „Die dezentrale Versorgung durch Blockheizkraftwerke ist ein wichtiges Puzzleteil, ohne das die Energiewende nicht zu schaffen ist“, ergänzte Bottländer.
Der Energieversorger hat für das Pilotprojekt in Hohenhorst 1,5 Millionen Euro investiert. Mit der Fernwärme werden Haushalte in Rahlstedt, Jenfeld, Farmsen-Berne und Bramfeld versorgt. Das Netz im Hamburger Osten ist 35 Kilometer lang, auch Abwärme der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld wird eingespeist. Insgesamt gibt es derzeit 30 Blockheizkraftwerke in Hamburg. Ein zweites, hocheffizientes wie das in Hohenhorst soll im Sommer südlich der Elbe in Betrieb genommen werden.
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