Grundeigentümer wollen beim Bau hoch hinaus

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Michael Pomerenning, Vorsitzender des Wandsbeker Vereins (l.) und Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff stellten sich den Fragen der Grund-eigentümer Foto: Je

Ortsverein Wandsbek besteht seit 125 Jahren

Wandsbek „Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, durch Verstand erhalten.“ Ein Motto des Grundeigentümerverbandes, dessen Ortsverein vor wenigen Tagen in Wandsbek ein großes Jubiläum feiern konnte: Der Verein besteht seit 125 Jahren. Die Feier mit prominenten Gästen wurde in der Traditionsgaststätte Lackemann gefeiert. Gegründet wurde der Grundeigentümerverein Wandsbek am 19. Januar 1891. In seinem Grußwort lobte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff die Mitglieder des Wandsbeker Vereins, weil sie für den Bezirk verlässliche Partner seien, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und das auch in schwierigen Zeiten. Es sei aber auch ein Geben und Nehmen. Die Grundstückseigentümer könnten sich darauf verlassen, dass sie bei ihren Wünschen für Neubauten, Veränderungen und Umbauten immer auf ein offenes Ohr im Bezirk stoßen würden. Wünsche, die machbar seien, würden dabei gerne erfüllt.

Aufstocken möglich


Heinrich Stüven, der Vorsitzende des Grundeigentümer-Verbandes Hamburg (über 30.000 Mitglieder), sprach von einer erfreulichen Entwicklung des Verbandes: die Mitgliederzahl steigt weiter an. Ein Grund für den Zuwachs sei sicher auch die Flut von Verordnungen, die staatlicherseits in den vergangenen Jahren auf die Grundbesitzer eingeprasselt sei. In einer Fragestunde ging es um den „Großstadtcharakter“ Wandsbeks, den viele Anwohner noch vermissen, und warum in Wandsbek keine hohen Bauwerke entstünden. Bezirksamtsleiter Ritzenhoff erklärte dazu, dass nach dem Zweiten Weltkrieg nicht höher gebaut werden durfte, da die Feuerwehr damals nicht über hohe Leitern verfügte. Heute wäre das kein Hindernis mehr. Hausbesitzer, die aufstocken wollten, könnten ihre Anträge einreichen. Wenn die Baupläne allen Prüfungen standhielten, würden die Aufstockungen sicherlich genehmigt werden.

Historische Bedeutung


Michael Pommerening, der Vorsitzende des Wandsbeker Vereins, hob in seiner Festrede die historische Bedeutung Wandsbeks hervor und ging auf viele Einmaligkeiten ein, auf die Wandsbek stolz sein kann. Denn nicht nur der Dichter Matthias Claudius machte Wandsbek berühmt. Auch viele andere bedeutende Persönlichkeiten wie der Tiefenspychologe Sigmund Freud, der Astronom Tycho Brahe und der Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß haben Spuren in Wandsbek hinterlassen. (je)
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