Gute Orientierung in Rahlstedt

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Jan Steußloff mit der von ihm entwickelten Stadtteilkarte für Rahlstedt Foto: rdm

Refugee Map soll Geflüchteten Leben im Stadtteil erleichtern

Rahlstedt „Ich möchte Flüchtlingen das Gefühl geben, dass sie hier willkommen sind. Die Refugee Map mit den angefügten Übersetzungen in Arabisch und Farsi soll ihnen dabei helfen“, sagt Jan Steußloff. Der Grafiker aus Rahlstedt und Mitglied im Unterstützerkreis „Meiendorf hilft“, hat eine übersichtliche Stadtteilkarte gestaltet. Sie zeigt Rahlstedt mit abstrahierten Abbildungen aller Gebäude. In diesen Stadtplan hat Jan Steußloff zum großen Teil selbst entwickelte Symbole gesetzt, die auf Institutionen, Einrichtungen, und öffentliche Anlagen hinweisen. Supermärkte, Banken und öffentliche Toiletten sind verzeichnet. Auf der Rückseite werden die rund 30 Symbole auf deutsch, Englisch, und in den beiden orientalischen Sprachen benannt. Außerdem sind Standorte von Krankenhäusern, Polizeiwachen, Apotheken und Ärzten mit ihren Spezialisierungen ebenfalls in den vier Sprachen erklärt. So findet der Nutzer schnell den Facharzt, den er braucht. Ein QR-Code, über den ein Smartphonebesitzer die Karte downloaden kann, befindet sich ebenfalls auf der Refugee Map. Über weitere QR-Codes neben den Symbolen erhält der Nutzer nähere Informationen auf sein Smartphone, beispielsweise die Abfahrtszeit des nächsten Busses. Geplant ist, in weiteren Stadtteilen Hamburgs Karten für Flüchtlinge zu erarbeiten. Aufgrund der grafischen Gestaltung, der informatorischen Ausstattung und der digitalen Umsetzung setzt diese Refugee Map einen neuen Standard für gleiche Bestrebungen. Jan Steußloff hatte sich im Herbst vergangenen Jahres bei „Meiendorf hilft“ gemeldet und wurde sehr schnell mit Rahim Shabani zusammengebracht. Der Meiendorfer hatte zu der Zeit eine Art Vorläufer der späteren Refugee Map entwickelt. Steußloff übernahm das ehrenamtliche Projekt und machte sich mit Hilfe der Übersetzer AG und Bea Rehberg und ihrer umfangreichen Informationssammlung zu Rahlstedt an die Arbeit. Das Koordinationsteam von „Meiendorf hilft“ hat die ersten 200 Exemplare finanziert. (rdm)
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