Guter Lauf für den SC Condor

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Christian Woike, der zu Saisonbeginn Meik Ehlert als Trainer ablöste Foto: Thomas Hoyer

Trainer Woike will mit seiner Oberliga-Mannschaft ins Finale des Oddset-Pokals

Von Thomas Hoyer
Farmsen. Beim Fußball-Oberligisten SC Condor läuft in dieser Saison alles nach Plan. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat die Mannschaft immer mehr Fahrt aufgenommen, sich mit einer tollen Serie bis auf Platz vier vorgearbeitet und ist auf dem besten Weg, das angestrebte Saisonziel von 60 Punkten zu realisieren.
Nach sehr guten Ergebnissen in der Vorbereitung, die Trainer Christian Woike allerdings als „Muster ohne Wert“ bezeichnet, benötigte das mit elf Zugängen neu formierte Team einige Spiele, um sich zu finden. Zunächst wechselten Licht und Schatten. Eine besonders schwache Vorstellung boten die Farmsener im Heimspiel gegen den Niendorfer TSV (0:1), während man bei Curslack-Neuengamme (2:1) die bis dahin beste Saisonleistung zeigte. Zwar gab es noch einen Rückschlag in der Partie gegen Germania Schnelsen, die man laut Trainer Woike trotz des 0:3 eigentlich hätte gewinnen müssen, doch dann starteten die Farmsener eine Serie von zwölf ungeschlagenen Spielen.
Die vor der Saison verpflichteten Christopher Laban und Raffael Kamelow entwickelten sich im Sturm beziehungsweise im Mittelfeld immer mehr zu den erhofften Stützen, und auch der erst 17-jährige Till Daudert, der aus der Jugend des HSV an den Berner Heerweg wechselte, entpuppte sich im zentralen Mittelfeld beziehungsweise in der Abwehr als echte Verstärkung. In der Folge präsentierte sich das Team fast ausschließlich von seiner besten Seite. So gewann man beim amtierenden Meister FC Elmshorn 2:1. Durch einen Treffer von Tom Maas 1:0 in Führung liegend, kassierte die Mannschaft zwar in der 78. Minute den Ausgleich, doch ließ sich die Mannschaft davon nicht beeindrucken und spielte weiter nach vorne, was mit dem Siegtreffer von Moritz Mandel belohnt wurde. Auch den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter TuS Dassendorf hatten die Farmsener auf ungewohntem Grand - der Rasen des Sportparks Oldenfelde war wegen der Bodenverhältnisse gesperrt - am Rande einer Niederlage, obwohl der von Alexander Krohn per Elfmeter erzielte Ausgleichtreffer zum 2:2 erst in der Nachspielzeit fiel. Beim 1:0-Erfolg über den Oststeinbeker SV bewies das Team seine durchgehend erstklassige körperliche Verfassung, als man nach zwei Platzverweisen (Raffael Kamelow, Lars Lüdemann) eine halbe Stunde mit neun Mann auskommen musste, aber noch eine Reihe bester Kontermöglichkeiten für einen höheren Sieg vergab. „Genau hier sehe ich allerdings auch noch Defizite“, so Trainer Christan Woike. „Unsere teilweise schlechte Chancenverwertung hat uns bei mehreren unnötigen Unentschieden schon einige Zähler gekostet.“

Nach vorne verteidigen

Ebenfalls nicht ganz zufrieden ist der Coach mit dem Abwehrverhalten seiner Truppe. „18 Gegentore sind zwar ausgesprochen wenig, doch waren einige vermeidbare Treffer darunter. Daran müssen wir noch arbeiten“, erklärt der Trainer, dessen Devise lautet „wir wollen nach vorne verteidigen“.
Auch im Pokal lief bei den Farmsenern bislang alles Bestens. Nach Siegen über Wellingsbüttel (4:1), Sperber (4:0), den ASV Hamburg (6:0) und Dersimspor (4:1) steht das Team in der Runde der letzten Acht. „Unser Ziel ist das Finale. Ich bin 2002 mit dem USC Paloma selbst Hamburger Pokalsieger geworden“, so Christian Woike, der seinen Vertrag kürzlich um weitere zwei Jahre verlängerte. „Ich wünsche jedem meiner Spieler den Pott einmal in der Hand zu halten. Das ist ein tolles Gefühl.“
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