Hamburg: Damit Fische schwimmen können

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Olaf Fedder, der Gruppenleiter des NABU Wandsbek, und Bach-Pate Sebastian Janiszewski haben den Aktionstag unterstützt

Frida, Sahra und viele andere Helfer beim Bach-Aktionstag an der Berner Au

Hamburg. Damit Fische gut schwimmen können, brauchen sie eine gewisse Wassertiefe. Das wissen Frida und Sahra, die zum Bach-Aktionstag der NABU-Gruppe Wandsbek gekommen sind, schon ganz genau. Ihren schulfreien Sonnabend opfern sie gern für die Tiere. „Wir sind eben richtige Naturratten“, meinen die beiden besten Freundinnen aus Rahlstedt. 18 Tonnen Kies und Geröll wurden zum Wehr am Kupferteich in Tonndorf gebracht, um kleine Strömungslenker in den Flussverlauf einzubauen. „Ich hab auch verstanden“, erklärt Frida, „dass die Fische an den Steinen kleine Lebewesen finden, die sie dann fressen können“.
„Ziel der Aktion an der Berner Au sei es, den Lebensraum Bach durch gezielte natürliche Maßnahmen wieder aufzuwerten“, erläuterte Olaf Fedder vom NABU Wandsbek. Knapp 20 freiwillige Helfer beteiligten sich an dem Arbeitseinsatz. Darunter auch straffällig gewordene Jugendliche vom Sozialträger Rückenwind, die hier ihre Sozialstunden ableisteten, Nachbarn aus dem näheren Umkreis. Auch einige Bachpaten, wie Sebastian Janiszewski, der selber ein Stück Berner Au in Wandsbek versorgt, beteiligten sich.
Kiesel und kleine Feldsteine mussten mit Eimern und Schubkarren in das Bachbett befördert werden. Die Larven von Eintagsfliegen oder der Laich der seltenen Bachforelle nutzen die Lücken zwischen den Steinen als Brutstätten.
„Bis in die 1970er Jahre hat Hamburg viele seiner Gewässer als Abflussrinnen ausgebaut“, erklärt Feddern die notwendig gewordenen Aktionen an den Bächen. Die Natur habe dabei nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Jährlich veranstaltet der NABU deshalb insgesamt 14 Bach-Aktionstage, um die Natur in die Bäche zurückzubringen und deren Lebendigkeit zu erhalten.
Frida und Sahra hat der Tag am Bach ganz toll gefallen, denn sie sind nicht nur absolute Naturfreundinnen, sondern auch richtige „Wasserratten“. (kg)
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