Hamburg: Ein „Lehrer von ganzem Herzen“ geht

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Mitten zwischen den Kindern, da hat sich Jan Rambke immer besonders wohl gefühltFotos: Grell

40 Jahre als Pädagoge: Jan Rambke, Leiter der Schule am Eichtalpark, wurde verabschiedet

Von Karen Grell
Hamburg. Jan Rambke war 40 Jahre lang Lehrer an der Schule am Eichtalpark und davon 27 Jahre als Schulleiter. Ein Rekord in einer Pädagogen-Karriere, die aber auch seine Hintergründe hat. Jan Rambke ist bereits durch seine Familie geprägt worden. Auch sein Vater war Lehrer und er wurde sogar von ihm persönlich in einer Dorfschule unterrichtet, zusammen mit Kindern unterschiedlichen Alters. „Ich bin mit ganzem Herzen Lehrer geworden. Ich hätte auch noch zwei Jahre weitergemacht“, lacht Jan Rambke, der sich jetzt in Dithmarschen in seinem Heimatort zusammen mit seiner Frau um den Bauernhof und die Tiere kümmern will. Er will dort im Kindergarten als „Lese-Opi“ anfangen, damit er auch weiterhin den Kontakt zu den Kindern halten kann. Wer Jan Rambke einmal erlebt hat, ihm zuhören konnte, wenn er von seinen Schülern erzählt und davon, dass man eben jeden genau so nehmen und fördern müsse, wie er in die Schule kommt, der hat nur einen Wunsch: Möge es doch viele solcher Vollblut-Lehrer geben, die diese Fürsorge und Gelassenheit ausstrahlen wie er. Seine Zeit in der Schule am Eichtalpark hat schon mit dem Referendariat begonnen und ist nach 13 Jahren zu der Stelle des Schulleiters geworden. „Die Kollegen hatten mich darum gebeten“, erinnert sich Jan Rambke, der dann auch gern diese Aufgabe übernahm und sie voller Engagement ausübte. Er sei Befürworter der Ganztagsschule und habe stets auf viel Miteinander mit den Familien gesetzt. Nur, wer die Eltern mit ins Boot hole, ziehe auch mit ihnen an einem Strang. „Das Augenmerk an dieser Schule lag immer auf den uns anvertrauten Schülern“, so Jan Rambke „und darauf, sie in ihrem Potential zu stärken.“ Ein Markenzeichen des Schulleiters im Ruhestand war immer die offene Tür zu seinem Büro und das vielleicht auch gleichzeitig sein ganz persönlicher Geheimtipp. „Schade, dass er geht“, findet auch Luisa, „aber jeder hat ja mal eine Pause verdient.“ Vermissen werden ihn am
Eichtalpark alle.
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